Förster Uwe Treff sehr zufrieden mit dem Vorjahr

Der Förster Uwe Treff ist mit dem Holzeinschlag im Vorjahr zufrieden. Aber auch die klimatischen Verhältnisse seien gut gewesen. - Archivfoto: Becker

Kierspe - Stabile Preise, wenig Schäden und ein Holzeinschlag, der den Vorjahren entspricht. Für den Wald war es aus Sicht von Förster Uwe Treff ein gutes Jahr. „In meinem Revier wurden gut 6200 Festmeter Holz geschlagen. Das entspricht dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“, erklärt der Kiersper Waldfachmann. Auch wenn die Preise im Laufe des vergangenen Jahres für Fichtenstammholz in durchschnittlicher Qualität um rund 1,50 Euro pro Festmeter gefallen seien, hätten sich die Preise mit 91,50 bis 93 Euro weiter auf einem hohen Niveau bewegt. Ursache für das Nachgeben der Preise sei die Pleite eines großen deutschen Herstellers von Pellets gewesen. Treff: „Alles in allem bekommen die Waldbesitzer relativ gutes Geld für ihr Holz. Und im Moment steigen die Preise auch wieder um den Betrag, um den sie im vergangenen Jahr nachgegeben haben.“

Bei dem Holz, das in dem Revier des Kiersper Försters geschlagen wurde, handelt es sich in erster Linie um Fichte – und Lärche mit rund 5100 Festmetern, der Rest sei Laubholz.

Durch das Ausbleiben großer Stürme in Verbindung mit dem langen feuchten Klima habe es auch keine großen Schäden gegeben. „Das feuchte und kalte Wetter blieb im Grunde bis in den August. Dann wurde es allerdings richtig warm. Und diese Temperaturen haben dann tatsächlich noch ausgereicht, dass wir die Auswirkungen des Borkenkäfers zu spüren bekamen. Es gab an vielen Stellen kleine Schäden, wobei diese in der Gesamtheit im Vergleich zu anderen Jahren eher gering ausfielen“, sagt Treff.

Bei einem Ausblick auf das laufende Jahr ist der Forstfachmann zurückhaltend – wie wohl alle, deren beruflicher Erfolg zu einem großen Teil vom Wetter abhängt.

Grundsätzlich erwarte er jedoch etwas höhere Erträge. „So sehen auch die Verträge mit den Holzverwertern aus. Ob das so bleibt, muss sich aber noch zeigen.“

Die ersten Tage des neuen Jahres seien jedenfalls sehr gut für die Arbeit der Waldbauern und der von ihnen beauftragten Unternehmen gewesen. Treff: „Durch den Frost und die damit verbundenen gefrorenen Böden gab es beim Holzrücken und beim Abfahren wenig Schäden am Boden und den Wegen.“ Das sei in den Wintern der Vorjahre anders gewesen. „Das Holz lässt sich nun einmal dann besonders gut bewegen, wenn der Boden gefroren oder sehr trocken ist. Mittlerweile können wir aber kaum noch mit anhaltendem und ausreichendem Frost rechnen.“

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