Bereits zum 25. Mal die Rolle des Heiligen übernommen

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Viele bunte und schöne Laternen hatten die Kinder gebastelt und ließen diese in der Dunkelheit beim Martinsumzug der St.-Josef-Gemeinde leuchten.

Kierspe - Das Pferd des Heiligen Martin scharrte am Sonntagabend schon ungeduldig mit den Hufen, es wollte sich bewegen und endlich losgehen. Doch das Tier musste noch ein Weilchen warten, denn in der Kirche St. Josef wurde gerade noch das Martinsspiel aufgeführt.

Die angehenden Kommunionkinder hatten bereits kurz nach den Herbstferien begonnen, das Martinsspiel einzuüben. Nun war für sie der große Augenblick gekommen und sie konnten es aufführen. Teilen war das große Thema, was sich durch das Anspiel zog. Während in der ersten Szene eine arme Mutter und ihre drei Söhne einem ebenfalls armen Bettler helfen wollten, sammelte in der zweiten eine Fußballmannschaft für einen Mitspieler Geld, damit er an einem Trainingslager teilnehmen konnte. Die dritte Szene gehörte dann ganz der historischen Mantelteilung – und natürlich der Geschichte, die zu dieser führte.

In der Kirche St. Josef wurde vor dem Umzug das Martinsspiel von den angehenden Kommunionkindern aufgeführt. Neben der Mantelteilung waren standen auch zwei weitere Stücke auf dem Programm, die die historische Geschichte in die Gegenwart übertrugen.

Nun wurde noch ein Lied gesungen und die Wartezeit für das Martinspferd ging dem Ende zu. Die Erwachsenen und Kinder strömten aus der Kirche, wo bereits Marion Sonnabend-Müller als Heiliger Martin hoch oben auf ihrem Pferd wartete.

Marion Sonnabend-Müller.

Die Reiterin war in diesem Jahr zum 25. Mal in der Figur des Heiligen zu sehen und das oft bei heftigem Wind und schlechtem Wetter. Doch am Sonntagabend war die Witterung ideal für einen Martinszug: trocken und kalt. Die Bläserklasse (Klasse 6.3) der Gesamtschule, zog nun mit den Kindern und hinter Pferd samt Reiterin durch die Straßen von Kierspe. An der Seniorenresidenz spielte sich dann die Szene der Mantelteilung ab. Tim Pietschmann übernahm die Rolle des Bettlers und Marion Sonnabend-Müller eben die des Heiligen Martin.

Danach ging es wieder zurück zur Kirche St. Josef. Dort waren inzwischen der Kakao und der Glühwein heiß geworden, die Grillwürstchen braun und die frisch aus dem Ofen gekommenen Martinsbrezel dufteten verführerisch. Wer wollte, kaufte noch ein Los in der Hoffnung, die Martinsgans für Weihnachten dieses Mal zu gewinnen.

Nach der Ziehung der Gewinner hatten die meisten Gänse schon ihre Besitzer gefunden. Der Eigentümer der Losnummern 828 war am Sonntagabend nicht mehr zugegen und kann sich nun bei Pastor Gregor Myrda unter der Rufnummer 0 23 59/27 33 melden.

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