Kreis MK sucht Standort für Rettungswagen - möglichst in Kierspe

+
Der zusätzliche Rettungswagen kommt. Derzeit schaut sich der Kreis noch verschiedene Standorte an, an denen er stationiert werden könnte.

Kierspe – Noch nicht viel Neues gibt es beim Kreis zur Stationierung eines zusätzlichen Rettungswagens in den Tagstunden (8 bis 18 Uhr) bei der Rettungswache Meinerzhagen. Nach Informationen der Meinerzhagener Zeitung soll der neue Wagen möglichst in Kierspe stationiert werden, um die Einsatzzeiten in diesem Bereich zu verkürzen.

Im Gespräch ist dabei eine der neuen Garagen des Kiersper DRK am Heideweg, wobei die Besatzung des Rettungswagens dann auch die Räume des DRK nutzen werde, um einen Aufenthaltsraum während des Dienstes zu haben.

Auf Nachfrage der MZ beim Märkischen Kreis teilt Pressesprecherin Ursula Erkens mit, dass dieser Standort einer von verschiedenen Standorten sei, die zurzeit geprüft würden. Grundsätzlich wolle man den Wagen zwar in Kierspe stationieren, allerdings sei dieses nicht zwingend vorgeschrieben, da der neue Rettungsdienstbedarfsplan, der im Dezember vom Kreistag verabschiedet worden sei, in seiner Formulierung nur die Stationierung eines zusätzlichen Wagens bei der Meinerzhagener Wache vorsehe.

Notwendig geworden ist der neue Wagen aufgrund der gestiegenen Fallzahlen in den vergangenen Jahren und den langen Einsatzzeiten. So hat die Wache in Meinerzhagen mit 93 Minuten die zweitlängsten Einsatzzeiten aller Rettungswachen im Kreisgebiet. Noch länger sind die Wagen durchschnittlich nur noch in Balve gebunden, dort sind es 101 Minuten.

Zum Vergleich: in Lüdenscheid sind es 60 Minuten, in Iserlohn sogar nur 56 Minuten. Der Bedarfsplan zeigt damit aber auch, dass sich die Zeiten verlängert haben, vor sechs Jahren war ein durchschnittlicher Einsatz der Rettungswache Meinerzhagen mit 88 Minuten noch fünf Minuten kürzer. In dem Plan heißt es dazu: „In Meinerzhagen und Balve existiert keine Klinik, die im Notfall von Rettungswagen angefahren werden kann. Somit finden Transporte in Kliniken grundsätzlich außerhalb des Einsatzbereichs der Rettungswache statt.“ Hinzu komme, dass die Rettungswagen erst wieder freigemeldet werden können, wenn sie an der heimischen Wache eingetroffen sind, „da der Rettungswagen auf der Rückfahrt nicht zu anderen Einsätzen alarmiert werden kann“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare