230.000 Liter Löschwasser verbraucht

Nach Bauernhof-Brand in Kierspe: Besitzer nicht mehr im Krankenhaus

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[UPDATE 13.15 Uhr] Rönsahl - Auf eigenen Wunsch hat sich der 61-jährige Besitzer des Bauernhauses, das am Dienstag in Dörscheln abbrannte, aus dem Krankenhaus entlassen, obwohl er neben den Beeinträchtigungen durch eingeatmeten Rauch auch Brandverletzungen aufwies.

Doch sein eigenes Haus konnte er da nicht betreten, weil es gesperrt war. Zuerst musste von einem Statiker des Märkischen Kreises geprüft werden, ob das Gebäude noch über eine ausreichende Standfestigkeit verfügt.

Nachdem das geklärt war, übernahmen es Wehrleute, wichtige Unterlagen aus der Ruine zu holen. Am Mittwoch war die Feuerwehr auch erneut vor Ort, da sich in dem Heu, das noch in der Nacht nach dem Brand von einem Bagger aus dem Gebäude geholt und auseinandergezogen worden war, immer wieder Glutnester bildeten, die gelöscht werden mussten.

Gebäudebrand in Dörscheln

Insgesamt hatte die Feuerwehr mehr als 200.000 Liter Wasser für den Löscheinsatz verwendet. Dabei lieferte der Löschteich rund 130 Kubikmeter, weitere 50 Kubikmeter konnten aus einer Zisterne gepumpt werden. 50 Kubikmeter kamen auch aus den Fahrzeugen der Feuerwehr. Da trotz großer Kapazitäten die mitgeführte Menge an Löschwasser nicht ausreichte, mussten die Wagen immer wieder am Gerätehaus in Rönsahl gefüllt werden.

In der Nacht zum Mittwoch wurden auch noch Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörden des Märkischen und des Oberbergischen Kreises benachrichtigt, weil große Mengen an Gülle ausgelaufen waren. Nicht nur aus dem Vorratsbehälter des landwirtschaftlichen Betriebes, sondern auch aus dem Mist, der durch das Löschwasser aufgelöst wurde. Durch diese Fäkalien wurde auch der Löschteich verunreinigt und in der Leye sowie der Wipper kamen einige Fische ums Leben.

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