LF 16-12 hat schon 24 Jahre auf dem Buckel

Löschfahrzeug fährt nach Sachsen

Feuerwehrfahrzeug - LF 16-12 - Kierspe - Sachsen
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Das alte LF 16-12 der Kiersper Feuerwehr wurde jetzt über eine Behördenauktion nach Sachsen verkauft.

Ob die eine oder andere Träne verdrückt wurde, ist nicht überliefert, doch sicher dürfte es Feuerwehrmänner und -frauen geben, die Erinnerungen mit dem alten Löschfahrzeug verbinden. 

Nun ist das „LF 16-12“ auf die Reise gegangen, nachdem es von einem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug abgelöst wurde. 1996 wurde der Mercedes-Benz in den Dienst des Löschzugs 2 „Stadtmitte“ gestellt, und lange Zeit hat er als wichtigstes Fahrzeug praktisch jeden Einsatz begleitet. Auch später, als es bereits ein zusätzliches, größeres Fahrzeug gab, hatte er einen hohen Stellenwert im Fuhrpark der Kiersper Wehr. Ein Grund dafür war der Wassertank, der 1600 Liter für den ersten Löschangriff bereithielt.

Nach nunmehr 24 Jahren hat der rote Haudegen das Ende seiner ersten Dienstzeit erreicht. „Üblicherweise werden die Fahrzeuge bei uns etwa 20 bis 25 Jahre gefahren“, erklärt Feuerwehrchef Mike Budde. Somit stand eine turnusmäßige Ablösung an. Außerdem hat der Nachfolger als sogenanntes „Hilfeleistungslöschfahrzeug“ noch die „Verkehrsunfallkomponente“ an Bord, und entspricht somit wieder dem Brandschutzbedarfsplan, in dem Städte und Kommunen unter anderem regeln, welche technische Ausstattung die Feuerwehren benötigen.

Obgleich es nicht mehr „up to date“ war, hat das alte Löschfahrzeug den Bürgerinnen und Bürgern knapp ein Vierteljahrhundert lang treu gedient: „Der Mercedes ist nicht kaputt zu kriegen“, ist sich Christian Schwanke sicher, „hat ja auch erst 35 000 Kilometer auf dem Zähler“, so der Pressesprecher der Kiersper Wehr. Nun hat der Feuerwehrwagen über eine Behördenfahrzeugauktion einen Käufer in Sachsen gefunden.

Ziel ist Gemeinde Doberschütz

Der Gemeinde Doberschütz passt das Fahrzeug noch gut ins Konzept, wird allerdings leer verkauft. Die Ausrüstung wurde im Wesentlichen auf den Nachfolger übernommen. Vor dem Dienstantritt steht allerdings eine technische Überholung an, bei der vermutlich auch die alten Rundumleuchten gegen LED-Lichter ausgetauscht werden. Für die Überführung mit Kurzzeitkennzeichen wurden die mechanischen Blaulichter, die sich gelegentlich als etwas zickig erwiesen, ohnehin abgeklebt. Die Kiersper Wehr darf sich indes über das neue HLF freuen, dessen Basisfahrzeug erheblich mehr Komfort bietet

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