Musikfans entdecken die große musikalische Vielfalt

Die Kunst des Ukulele-Spiels lernten Interessierte in Kierspe.

Kierspe  - Wie eine Kindergitarre sieht die Ukulele aus: klein, handlich und hat statt sechs hat sie nur vier Saiten. Doch ein Kinderspielzeug ist sie bei Weitem nicht. Sie ist ein vollwertiges Instrument und ideal für Menschen, die das Spiel mit einem Saiteninstrument erlernen wollen.

Das Musikhaus MIB Music hatte zu einem Ukulele-Workshop mit Daniel Schusterbauer eingeladen und fünf Interessierte aus Kierspe, Lüdenscheid und sogar Finnentrop waren gekommen. Einige unter ihnen hatten schon Erfahrungen auf der Gitarre gemacht, aber auch totale Anfänger waren gekommen. Kevin Görges aus Kierspe ist Autodidakt und ist kein Anfänger mehr. „Ich spiele Schlagzeug, Bass und jetzt Ukulele. Die Stimmung des Instrumentes in anders und ich habe mir heute eine Ukulele mit einem elektrischen Verstärker gekauft und kann sie an meine Anlage anschließen.“ Marie-Luise Wiethoff aus Finnentrop gefällt hingegen der schöne Klang. Sie ist schon gespannt auf den Workshop, ein Instrument hat sie noch nie gespielt.

Daniel Schusterbauer ist aus Kassel und hat sich mit seinem Ukulele-Buch „Let’s Play Ukulele“ schon einen Namen gemacht. Auch wenn viele meinen, die Ukulele stammt aus Hawaii, so ist das nur bedingt richtig. Ihre Anfänge hatte sie in Portugal und hieß ursprünglich „Cavaquinho“. In Hawaii hat sie dann einen Boom ausgelöst. Auch in Europa war sie bislang dreimal ein angesagtes Instrument. Anfang der 20er-Jahre wurde sie viel gespielt, dann in den 50er-Jahren und hat jetzt bereits ein starkes Jahrzehnt hinter sich.

Gespannt warteten die fünf Teilnehmer darauf, ihren ersten Akkord auf der Ukulele anschlagen zu können. Doch bevor das möglich war, musste das Instrument erst gestimmt werden. Ein kleines Stimmgeräte wurde an den Kopf der Ukulele geclipt und es zeigte dann an, welcher Ton gerade erklang. G, C, E und A waren die Töne, die nun sauber erklingen sollten, was auch bald von den Teilnehmern erreicht wurde.

Richtige Sitzhaltung eingenommen und nun ging es für alle an die ersten Griffe. „Wir spielen keine einzelnen Töne, wir schlagen erst einmal Akkorde an“, begann Daniel Schusterbauer mit seinem praktischen Unterricht, ließ die Teilnehmer den ersten Griff anlegen und zeigte ihnen die Anschlagstechnik. Alsbald folgte ein zweiter Akkord und so ging es weiter. Bis zum Ende des Workshops nach drei Stunden sollten die Teilnehmer drei Songs spielen können, das hatte er ihnen zu Beginn versprochen und sie waren auf dem besten Weg dahin.

Praktisch ist so eine Ukulele schon. Ihre Saiten sind aus Plastik und können leichter zum Klingen gebracht werden. Außerdem ist die Sopran-Ukulele so klein, dass sie leicht mit in den Rucksack passt. „Wichtig ist es, mit einem vernünftigen Instrument zu beginnen“, gab Geschäftsinhaber Ingbert Gams zu bedenken. „Der häufigste Grund, warum Menschen aufhören Musik zu machen, sind miserable Lernbedingungen und eine schlechte Qualität der Musikinstrumente.“ Sehr Teuer ist eine Ukulele nicht, schon ab 80 Euro ist sie zu bekommen. Mit ihr kann man auf vielfältige Weise Musik machen. In der Rock- und Popmusik ist sie ebenso zu Hause, wie im Folk. Ein weiterer Grund für das kleine Instrument ist der Erfolg. Sie ist einfacher zu spielen als eine Gitarre.

Von Gertraud Goldbach

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