"Smile" soll Kinder in Kierspe an Musik heranführen

KIERSPE ▪ Mit Kindern aus verschiedenen Nationen singen, tanzen, basteln, ihnen Rhythmik, Instrumente und Noten näher bringen und am Ende vielleicht noch ein Musical mit den Kleinen einstudieren – Sofia Wawerla hat sich einiges vorgenommen, für die Gruppe, die sie ins Leben rufen will.

Die engagierte Frau betreut schon verschiedene Chöre in der Umgebung. Jetzt möchte sie aber schon die ganz Jungen von und mit Musik begeistern. Wawerla hat Gesang und Klavier studiert und auch selbst getanzt. Sie möchte jetzt ihre Liebe zu Musik und Kunst an Fünf- bis Zehnjährige weitergeben. Ihrer Meinung nach sei das eine Altersgruppe, die in Sachen musikalischer Erziehung kaum erfasst werde.

Auch Thorsten Potthoff, der unter anderem beim Chorverband NRW tätig ist, unterstützt das Vorhaben der Chorleiterin. Das Ziel sei es, „die Gesellschaft mehr zum Singen“ zu bringen. Zwar sei der Zuspruch bei den unterschiedlichen Gesangsgruppen mittlerweile wieder steigend. Aber je früher Kinder an Musik herangeführt würden, desto besser sei dies für ihre Entwicklung. Mit der Gruppe von Sofia Wawerla böte sich die „Chance, etwas von Grund auf neu aufzubauen“, von dem letztlich auch die etablierten Chöre profitieren könnten.

Unterstützung gibt es auch von der Stadt: Die stellt die Räumlichkeiten für die jungen Musiker zur Verfügung, die sich immer montags in der Zeit von 15 bis 17 Uhr im Gemeindehaus Felderhof treffen wollen. Laut Bürgermeister Frank Emde sei dies eine Möglichkeit, die Chöre in Kierspe zu erhalten, was gleichzeitig eine Belebung der Kulturszene beinhalte.

Doch neben der musikalischen Erziehung, erhoffen sich alle Beteiligten einen weiteren positiven Nebeneffekt des Projekts: Ein „gewisser integrativer Faktor“ solle durch die Teilnahme von Kindern aus verschiedenen Ländern entstehen. Wawerla, möchte mit der Gruppe, deren Name „Smile“ (deutsch: Lächeln) zugleich Programms ein soll, auch ältere Geschwister oder die Eltern fürs Singen begeistern. Der Startschuss für die neue Gruppe soll am 5. März um 15 Uhr fallen. Für die jeweils zwei Stunden, in denen die Kinder auf verschiedene Arten ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, veranschlagt Sofia Wawerla monatlich 40 Euro. Darin enthalten seien aber bereits die Materialien fürs Basteln sowie die Kosten für die Anschaffung von Instrumenten und ähnliches. Das Ganze soll dann als Verein organisiert sein und in den Sängerkreis beziehungsweise die Sängerjugend überführt werden. Somit besteht auch Versicherungsschutz für die jungen Teilnehmer.

Wer sein Kind für die Gruppe anmelden will, kann sich telefonisch bei Sofia Wawerla unter 0 23 54/9 44 99 88 oder unter 01 73/2 69 34 67 melden. Die Initiatorin hofft auf regen Zuspruch, damit nicht nur die von ihr angedachten Projekte umgesetzt werden können, sondern sich vielleicht so etwas wie „eine kleine Familie“ entwickelt, die über die Gruppe hinaus einen guten Kontakt hat.

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