Musik ist den Kindern wichtiger als eine Pause

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Um dem Tenorhorn einen Ton zu entlocken, war viel Luft notwendig. Doch unter der Anleitung von Musikpädagogin Birgit Franz gelang das allen Kindern. ▪

KIERSPE ▪ Zu einem gemeinsamen Abschluss ihres frühmusikalischen Semesters trafen sich am Donnerstag etwas mehr als 20 musikbegeisterte Kinder mit der Musikpädagogin Birgit Franz und der musikbegeisterten Erzieherin Agnes Umlauf im Familienzentrum Felderhof, wo sich die Kinder bislang in zwei Gruppen über fünf Monate hinweg einmal die Woche getroffen hatten.

Mit viel Freude konnte bei vielen interessanten Spielen das zuvor Erlernte noch einmal praktisch angewandt werden. Anfangs standen rhythmische Übungen mit Hand und Fuß, das Singen erlernter Lieder und musikalische Ratespiele auf dem Programm.

Ein bunter Reigen neuer Lieder und rhythmischer Spiele wechselten sich schlagartig ab und brachten alle noch einmal mächtig ins Schwitzen.

Dann sollte eigentlich eine kleine Pause Kindern und Betreuern Zeit zum Durchatmen geben. Doch die jungen Musiker wollten lieber gleich weitermachen, um möglichst viel Zeit mit der Musik und den Instrumenten zu verbringen.

So konnten die angehenden Musiker dann gleich noch einmal im Instrumentenkarussell alle Instrumente ausprobieren. Mit großen leuchtenden Augen und mit vor Begeisterung geröteten Wangen hatten alle noch einmal die Möglichkeit, ihre Musikinstrumente zu spielen. In kleinen Gruppen zu je vier bis fünf Kindern wurden Violine, Gitarre, Klarinette und Trompete nach Herzenslust angefasst und angespielt. Franz: „Begreifen durch begreifen, Musik mit allen Sinnen, mit dem ganzen Körper fühlen und erfahren, darum ging es auch während des Kurses.“

Seit Anfang Februar 2011 bietet das DRK-Familienzentrum in seinen Räumen am Felderhof frühmusikalische Erziehung für Kinder zwischen drei und sechs Jahren an.

In Zusammenarbeit mit der Musikpädagogin Birgit Franz aus Rönsahl tummeln sich jeden Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr 23 Kinder aus Kierspe und Umgebung im Bewegungsraum der Einrichtung und lauschen erwartungsvoll den Ausführungen der Musikpädagogin.

Neben den Grundlagen der Musikererziehung für die Kleinsten, dem Vermitteln und Unterscheiden der großen Grundparameter wie: Hoch und Tief, Laut und Leise, Schnell und Langsam sowie dem Erlernen einfachster rhythmischer Werte und dem Lernen einfacher Melodien und Lieder lag ein Schwerpunkt auf der Instrumentenkunde.

So konnten die Kleinen Instrumente nicht nur kennenlernen, anfassen und ausprobieren, sie lernten auch welcher Instrumentenfamilie diese zugeordnet werden und etwas über Bau eigener Instrumente.

Aber auch Konzentration, Disziplin und nicht zuletzt Respekt vor den Instrumenten wurde den Kindern vermittelt. Franz: „Uns hat es viel Spaß gemacht, viele Kinder unterschiedlicher Kulturen und sozialer Hintergründe zu erreichen und sie für die Musik zu begeistern. Dabei zeigten sich auch Talente, die es sicher verdienen, gefördert zu werden.“

Nach dem Erfolg dieses Kurses soll das Angebot auch in Zukunft im Familienzentrum Felderhof angeboten werden. Neue Kurse starten am 1. September, jeweils um 14 und 15 Uhr. Anmeldungen sind ab sofort unter der Rufnummer (0 23 59) 28 90 im Familienzentrum oder unter (0 22 69) 79 77 bei Birgit Franz möglich. Die Teilnahme steht allen Kiersper Kinder offen. ▪ Johannes Becker

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