Multikultureller Stilmix bei musikalischer Weltreise

KIERSPE ▪ Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kultur(en) Pur begrüßte Moderator Clemens Wieland am Dienstagabend ein bunt gemischtes Publikum zur musikalischen Weltreise im sozial-kulturellen Zentrum Felderhof.

Mit einem interessanten Stilmix unterschiedlicher Darbietungen gelang es den Organisatorinnen Petra Werth und Susanne Sattler nicht nur verschiedene Kulturen, sondern auch verschiedene Altersgruppen anzusprechen.

Klassisch eröffnete die Bläserklasse 7.3 unter der Leitung von Petra Menges den Abend mit dem Frühlings-Satz aus den Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi. Eifrig hatten die 24 Holz- und Blechbläser, die durch Dustin Koch am Schlagwerk unterstützt wurden, für ihren Auftritt geprobt. Mit Filmmusik, einer gefühlvollen Ballade und Soloparts aller Instrumentengruppen stellten die Zwölfjährigen ihr musikalisches Können eindrucksvoll unter Beweis.

Intensiven tänzerischen Ausdruck brachte die Folkloregruppe Dance of Harmony mit den Choreografien von Ibrahim Nergiz anschließend auf die Bühne. Aus Lüdenscheid und dem Ruhrgebiet waren 25 Tänzer im Alter von 13 bis 25 Jahren angereist, um mit sichtlicher Freude traditionelle anatolische Tänze und moderne Tanzfiguren zu präsentieren. Zu den Klängen orientalischer Instrumente boten sie den Zuschauern in ihren wechselnden Kostümen ein farbenfrohes Spektakel. Dabei reichte ihr Repertoire vom filigranen Ballettauftritt über Hip Hop und Salsa bis zum akrobatischen Breakdance. Das Publikum ging fasziniert mit und reagierte mit anhaltendem begeistertem Beifall.

Dreistimmig präsentierte der Gospelchor Alive unter der Leitung von Marko Reppel seine afro-amerikanischen Rhythmen. Ganz ohne Noten, um sich freier bewegen zu können, stiegen die Sängerinnen und Sänger mit dem Motown-Stück „Jesus, Jesus Majesty“ ein, das sie im letzten Workshop erarbeitet hatten. Begleitet von Andreas Tometten am Piano ging es poppig und anschließend mit eher traditionellen Gospels weiter, die auf lebhafte Weise Lobpreis und Freude zum Ausdruck brachten.

In der Pause fanden die kulinarischen Köstlichkeiten der Frauen des Café Allerlei reißenden Absatz. Mit türkischen Sigara Böregi, russischen Blinis, singhalesischen Murukka und Quinua-Bratlingen präsentierten auch sie sich selbstverständlich multikulturell.

„Wie ist das eigentlich mit der Integration?“ mit diesem Thema beschäftigte sich der Lüdenscheider Murat Isboga in seiner Standup-Comedy. Auf witzig-tiefsinnige Weise brachte der Türke der dritten Generation mit Problemgeschichten aus dem Alltag seiner Familie das Publikum sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken. Sein Kurzauftritt machte viele Besucher neugierig auf sein komplettes Programm.

„Über den Wolken“ und „Der Löwe schläft heut Nacht“ waren die Beiträge, mit denen die Herren der Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum unter der Leitung ihres Dirigenten Ingo Reich sich an diesem Abend an der musikalischen Weltreise beteiligten.

Zum Abschluss des gelungenen Abends konnte Clemens Wieland mit einer orientalischen Bauchtanzgruppe aus Marienheide noch einen echten Hingucker ankündigen. In ihren prächtigen, paillettenbesetzten Kostümen ließ das Damen-Septett zu arabischer und türkischer Musik eindrucksvoll unterschiedliche Körperregionen sprechen. Mit dem „Shimmy“, dem rhythmischen Zittern der Hüften, bei dem die Metallverzierungen der Kostüme gekonnt zum Klingen gebracht werden, verabschiedeten sie sich vom begeisterten Publikum.

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