Müllkontrollen in Kierspe werden verstärkt

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Sperrmüll wird in Kierspe nach Angaben der Stadt häufig zu früh an die Straße gestellt.

Kierspe - Weil sich die Bürger nach Angaben der Stadt häufig nicht an die Abfallentsorgungsordnung halten, sind in Kierspe nun verstärkte Kontrollen durch die Mitarbeiter des Ordnungsamts geplant.

1549 Tonnen Sperrmüll wurden im vergangenen Jahr in Kierspe abgefahren. „Wir sind mit unserem Entsorger, der Firma Lobbe, an 52 Terminen im Jahr jeweils mit drei bis vier Fahrzeugen unterwegs und fahren jedes Mal zwischen 150 und 200 Haushalte an“, sagt Klaus Müller, stellvertretender Sachgebietsleiter Tiefbau und damit auch für die Abfallbeseitigung in Kierspe zuständig.

Beschwerden häufen sich

Bei vielen Touren gebe es keine Probleme, zuletzt allerdings häuften sich laut Müller die Beschwerden. Was vor allem daran liege, dass die Kiersper ihren Sperrmüll zu früh an die Straße stellten. „Die Abfallentsorgungsordnung schreibt vor, dass sperrige Abfälle grundsätzlich frühestens am Werktag vor dem Abfuhrtag herauszustellen sind. Teilweise passiert dies aber schon fast eine Woche vor dem Termin. Vor allem rund um die Ostertage war dies im gesamten Stadtgebiet verstärkt zu beobachten“, sagt Müller.

"Metamorphose des Mülls"

Dies führe zu einer „Metamorphose des Mülls“, wie es Müller nennt. Was der Abfallexperte meint: Unbefugte durchwühlen die Haufen, um zu schauen, was sie vielleicht noch gebrauchen können, andere legen ihren Müll einfach hinzu. „Teilweise werden ganze Säcke ausgeschüttet, was dazu führt, dass der lose Kleinmüll nicht abgefahren wird und auf der Straße liegenbliebt“, ärgert sich Müller. Zugenommen habe auch die Unsitte, Sperrmüll gar nicht mehr anzumelden oder Bau- und Abbruchmaterial als Sperrmüll deklarieren zu wollen. „Auch in diesem Fällen wird der Müll dann natürlich nicht abgefahren“, sagt Müller und fordert von den Bürgern mehr Sorgfalt ein. Denn: „Wir leben hier im Paradies der Müllentsorgung. Bei uns fallen lediglich die Kosten für die schwarze Standardmülltonne, die beispielsweise für eine sechsköpfige Familie bei nur 284 Euro im Jahr liegen, an.“

Bußgelder bis 100 Euro möglich

In Sachen Sperrmüll sollen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in den nächsten Wochen verstärkt Kontrollen durchführen. „Die ersten Bürger haben wir schon abgemahnt und werden auch in Zukunft nicht zimperlich sein. Bei vorsätzlichem Fehlverhalten ist ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro möglich“, sagt Müller. - wm

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