Monika Baukloh bleibt SPD-Vorsitzende

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Die „Neuen“ im Vorstand des SPD-Ortsvereins: Sigrun Wolf (links) wurde Schriftführerin, Manuela Lellwitz (nicht im Bild) stellvertretende Vorsitzende und Oliver Busch (Zweiter von rechts) Kassierer.

Kierspe -  Mit einer engagierten Diskussion, wie sie auch bei den Sitzungen des SPD-Ortsvereins nicht häufig vorkommt, wurde am Donnerstagabend die Mitgliederversammlung der heimischen Sozialdemokraten eröffnet.

Bernd Schildknecht, der DGB-Kreisvorsitzende, sprach in seinem Eingangsreferat Kernelemente sozialdemokratischer Politik an. Die Arbeit der SPD ziele auf eine solidarische und offene Gesellschaft ab, doch diese sei seiner Meinung nach davon weiter entfernt denn je. Die Gründe dafür sahen die Teilnehmer selbstkritisch – auch in der eigenen Politik. Sozialdemokraten würden sich mit „Brosamen“ zufriedengeben.

Für Fraktions-Geschäftsführer Oliver Busch ist der Mindestlohn ein typisches Beispiel, er sei viel zu gering. Schildknecht hielt dagegen, dass ohne die 8,50-Euro-Grenze „das Tor nach unten offen“ sei, während Beisitzer Friedhelm Werner darauf hinwies, dass Mindestlohn-Bezieher niemals eine auskömmliche Rente oberhalb der Grundsicherung aufbauen könnten. Die Diskussion um politische Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen, sahen die Genossen deshalb als vordringliche Aufgabe an und wollen sie vor allem im nächsten Jahr bei den Wahlkämpfen zur Landtags- und Bundestagswahl mit Nachdruck führen.

Im letzten Jahr sei die Parteiarbeit durch krankheitsbedingte Engpässe im Vorstand etwas zu kurz gekommen, räumte die Vorsitzende Monika Baukloh ein. Beliebte und inzwischen traditionsreiche Veranstaltungen wie der Baby-Empfang im Rathaus fanden aber weiterhin statt. Zusammen mit dem SPD-Ortsverein Meinerzhagen hatte man einen Stand beim Autofreien Volmetal betrieben. Die beiden Ortsvereine wollen auch in Zukunft enger zusammenarbeiten.

Bauklohs Stellvertreter Marc Voswinkel berichtete im Schnelldurchgang über die wichtigsten Aktivitäten der Ratsfraktion, Kreistagsabgeordneter Ulrich Duffe erläuterte ausführlich aktuelle Entwicklungen auf Kreisebene. Die betreffen auch die Kommunen: Kindergartenbeiträge, die Wirtschaftlichkeit von Krankenhäusern und Märkischer Verkehrsgesellschaft (MVG) sind Themen, die auf die Lokalpolitik durchschlagen. Sie wurden entsprechend kritisch kommentiert. Petra Crone, die eigentlich aus der Bundestagsfraktion berichten wollte, hatte sich entschuldigen lassen.

Das letzte – wahlkampffreie – Jahr hatte der Vereinskasse gut getan, berichtete Kassierer und Fraktionsvorsitzender Christian Reppel. Es sei sein letzter Kassenbericht, betonte Reppel, der zeitbedingt dieses Amt nicht weiterführen wolle. Bei den anschließenden Wahlen wurde an seiner Stelle Oliver Busch gewählt. Die Vorsitzende Monika Baukloh und Stellvertreter Marc Voswinkel wurden einstimmig wiedergewählt. Der zweite Stellvertreter Jörg Hentschel stellte sich nicht wieder zur Wahl. Für ihn rückte die bisherige Schriftführerin Manuela Lellwitz nach, deren Amt Sigrun Wolf übernahm. Die bisherigen Beisitzer wurden einstimmig wiedergewählt, bei den Kassenprüfern rückten Jörg Hentschel und Christian Reppel nach.

Als Delegierte fahren Monika Baukloh, Sigrun Wolf und Friedhelm Werner zu den Parteitagen, als Vertreter nominierte die Versammlung Marc Voswinkel und Manuela Lellwitz.

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