Gesamtschule startet mit „Tablet-Klassen“

Jan Przybyla, Stefan Müller, Dominik Rode, Wolfgang Optiz und Johannes Heintges (von links) brechen mit der Gesamtschule Kierspe in das Digitalzeitalter auf. Foto: Meyer

Kierspe -  Das neue Schuljahr rückt näher, und mit ihm bricht die Gesamtschule Kierspe in das Digitalzeitalter auf. „Unser Anspruch muss es sein, die Schüler optimal auf das reale Leben vorzubereiten“, sagt Schulleiter Johannes Heintges, der sich freut, dass seine Schule in Sachen neue Medien – dank der tatkräftigen Unterstützung der Sparkassenstiftung Kierspe – einen großen Schritt nach vorne machen kann.

von Martin Meyer

„Unsere Gesellschaft ändert sich zunehmend, und Jugendliche wachsen in einer hochtechnisierten Welt auf. Es ist unbedingt erforderlich, moderne Mittel und Methoden im Unterricht zu verwenden. Sie eröffnen ganz neue Möglichkeiten des Lernens und Lehrens“, meint der Leiter der Gesamtschule. Nach den Sommerferien wird der Unterricht für die neuen fünften Klassen und die Jahrgangsstufe elf interaktiv – sie sind Bestandteil eines Pilotprojektes.

Die Schule richtet mit finanzieller Hilfe der Sparkassenstiftung sogenannte „Tablet-Klassen“ ein. Die Schüler werden sich hierzu für 180 Euro einen Tabletcomputer anschaffen. Die Klassenräume werden mit moderner Beamertechnik ausgestattet, die mit rund 12 000 Euro aus einer Zuwendung der Sparkasse bezahlt wird, und für die die Stadt Kierspe die digitale Infrastruktur geschaffen hat. Wolfgang Optiz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, und Dominik Rode, Vorsitzender des Stiftungsverbandes, sind sich sicher, dass sie „für das Leben und Lernen in der Region durch die neue Technik etwas Besonderes schaffen.“ Die neue Unterrichtsform sorge für Nachhaltigkeit und sei ein Aushängeschild für die Stadt.

Tablet-PCs haben längst Einzug in den Alltag gefunden – doch Deutschland läge, was den Einsatz dieser intuitiven und handlichen Technik in Schulen angehe, hinter anderen Industrienationen zurück, erklärt Johannes Heintges. Hierzulande arbeite gerade einmal ein halbes Prozent der rund 34 000 Schulen mit der Tablet-Technik. In der Türkei sollen hingegen bereits bis 2015 rund 15 Millionen Geräte in Schulen genutzt werden.

„Durch den Einsatz der neuen Tablets soll der Unterricht für Schüler und Lehrer wesentlich vielseitiger werden“, sagt Jan Przybyla, Medienpädagoge und Koordinator des Tablet-Projektes. Der Umgang mit digitaler Technik – etwa Internetsuchmaschinen und Office-Programmen – biete klare Vorteile zu anderen Unterrichtsformen und stärke die medialen Kompetenzen der Jugendlichen.

„Das Pilotprojekt kann starten. Ohne die Zusammenarbeit der Eltern und der Kollegen, sowie der Sparkasse und der Stadt wäre es nicht möglich gewesen“, meint der Schulleiter, der gespannt auf die ersten Erfahrungen und Ergebnisse ist. Schließlich sei es das Ziel, in spätestens sieben Jahren alle Schüler mit Tablets auszustatten und damit im Digitalzeitalter anzukommen.

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