"Verwirrter" Enforcement Trailer

Mobiler Blitzer macht, was er will: Was zu Unrecht geblitzte Autofahrer jetzt wissen müssen

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Kierspe - [Update] Nicht zu schnell gefahren und trotzdem geblitzt – eine Überraschung erlebten am Dienstagabend zahlreiche Autofahrern auf der Friedrich-Ebert-Straße.

Der mobile Blitzer in unmittelbarer Nähe des Kiersper Schulzentrums hat eigentlich einen Standort, bei dem von hoher Akzeptanz in der Bevölkerung auszugehen ist. Und doch ist dem „Enforcement Trailer“, wie die mobile Radaranlage auch genannt wird, kein fehlerfreies Dasein vergönnt: Denn am Dienstagabend waren die Autofahrer, die auf der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs waren, sprichwörtlich in heller Aufruhr, weil das Radargerät munter weiter geblitzt hat, obwohl das Tempo-30-Limit aufgehoben war.

Das gilt eigentlich nur für die Zeit von 7 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten darf 50 km/h gefahren werden darf. Doch im Laufe des Abends wurden zahlreiche Fahrzeuge geblitzt, die zwar das erlaubte Tempo 50 km/h fuhren, aber eben schneller als die tagsüber maximal erlaubten 30 km/h. Die Folge: Bei der Polizeiwache Meinerzhagen häuften sich die Anrufe Autofahrer, die vom „verloren gegangenen Zeitgefühl“ des Blitz-Anhängers berichteten.

Nach erster Erkundung der Lage haben Polizeibeamte die Sachlage bestätigt, konnten allerdings selbst keine Abhilfe schaffen. Zuständig sei der Märkische Kreis und dort sei die zuständige Abteilung erst wieder am Mittwochmorgen besetzt. Im Übrigen brauche sich kein Autofahrer, der am Dienstagabend geblitzt wurde, aber nicht schneller als 50 km/h gefahren ist, Sorgen zu machen, ein Knöllchen zu erhalten. Diese Verwarngeldbescheide würden sofort aussortiert, wurde vonseiten der Polizei klar gestellt, denn die zeitliche Beschränkung des Tempolimits gelte nach wie.

„Der Techniker der Betreiberfirma hat die Zeitsteuerung falsch eingestellt“, erklärte Kreispressesprecher Ursula Erkens gestern auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung. Das sei aber am Mittwochvormittag gleich behoben worden, nachdem die Polizei die verantwortliche Abteilung beim Kreis informiert hatte. Die Anlage funkioniere seither wieder einwandfrei. Die Daten und Bilder der am Dienstagabend geblitzten Autofahrer seien zudem gleich gelöscht worden, fügte Erkens hinzu. Vermeintlich zu schnelle Fahrer haben also keine Post aus dem Lüdenscheider Kreishaus zu erwarten.

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