MNCG eröffnet neue Filiale in der Nachbarstadt

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Die Anwälte von MNCG und die Steuerberater und Buchprüfer des Büros Baldsiefen, hier am Standort Wipperfürth, kooperieren seit neuem miteinander. ▪

KIERSPE ▪ Die Rechtsanwalts- und Notarkanzlei MNCG dehnt das Gebiet ihrer Aktivitäten jetzt auch regional aus und hat ein Büro in Wipperfürth eröffnet. Dort gingen die Juristen eine Verbindung mit den Steuerberatern und Buchprüfern des Büros von Werner W. Baldsiefen und seinem Sohn Andreas Baldsiefen ein, die in ihrer Niederlassung geeignete Räume zur Verfügung stellen konnten. Eröffnet wurde die MNCG-Dependance bereits zum 1. März, so dass in diesen vier Monaten bereits erste Erfahrungen gesammelt werden konnten. „Wir hatten immer Mandanten in Wipperfürth, für die das natürlich einen Vorteil darstellt. Nun kommen aber neue hinzu“, zieht Christoph Gebauer ein Fazit.

„Noch vor einem Jahr hätten wir selbst nicht gedacht, dass es so schnell gehen könnte“, sagt Martin Cordt als weiterer Partner der Kanzlei. Allerdings hatte Hans-Joachim Mehrens vor mehreren Jahren schon einmal mit einem verstärkten Engagement sowie einer Niederlassung in der rheinischen Nachbarstadt geliebäugelt, ohne dass die Pläne jedoch letztlich realisiert worden wären. Zunächst ist die neue MNCG-Filiale von montags bis donnerstags jeweils halbtags von 14.30 bis 17.30 im Schichtbetrieb besetzt, immer durch einen Anwalt und eine Bürokraft.

Das Steuerberatungsbüro Baldsiefen in Wipperfürth ist seit 40 Jahren am Markt und gilt als sehr renommiert. Der Seniorchef ist zudem Vorstand der WIROG-AG sowie Geschäftsführer der Auditing & Consulting GmbH, damit von zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die verschiedene regionale und thematische Schwerpunkte abdecken: WIROG ist vor allem im Köln-Bonner Raum aktiv und zählt auch öffentliche Betriebe zu seinen Kunden. AC arbeitet im Oberbergischen und Märkischen Kreis und betreut überwiegend private Firmen. Dem Mittelstand gilt das Hauptengagement des Büros, dem neben Vater und Sohn Baldsiefen noch Christoph Schürhaus als dritter Steuerberater angehört. Ansonsten zählt das Unternehmen an der Fritz-Volbach-Straße 2 insgesamt 18 Mitarbeiter inklusive eines Auszubildenden.

MNCG in Kierspe geht auf die Gründung durch den Rechtsanwalt und Notar Stockmar im Januar 1959 zurück. 1970 trat Friedrich-Wilhelm Schäfer in die Kanzlei ein. Nachdem Stockmar 1972 ausschied, gründeten Schäfer und der Rechtsanwalt und Notar Hans-Joachim Mehrens die Kanzlei Schäfer und Mehrens, damals noch an der Kölner Straße. 1990 folgte der Umzug in die Büroräume an der Friedrich-Ebert-Straße 222. Nach dem Tod Schäfers 1991 fusionierte die Kanzlei mit der seit 1984 in Kierspe bestehenden Kanzlei Ralf Nebel und nahm ab April 1992 die gemeinsame Tätigkeit auf. 1997 trat Martin Cordt, der aber ebenfalls schon seit 1992 im Team mitarbeitete, als weiterer Partner ein. Im gleichen Jahr stieß Christoph Gebauer dazu, der ein Jahr später dann vierter Partner wurde.

Heute ist die Kanzlei wieder an der Kölner Straße zuhause, und zwar in der alten Hefendehl-Villa mit der Hausnummer 115. Zu den jüngsten Veränderungen in der Zusammensetzung der Kanzlei MNCG, die ansonsten aus acht Mitarbeitern mit wechselnd drei bis vier Auszubildenden besteht, kam es 2010, als Tim-Henrik Viebahn im September als Anwalt dazukam und Ralf Nebel zum Jahresende als Partner ausschied. Kurz vor Weihnachten lernten sich zudem die MNCG-Vertreter und Baldsiefen über einen gemeinsamen Kunden kennen und nahmen die Gespräche über eine Kooperation am Standort Wipperfürth auf.

Schnell merkten die beiden Büros, dass es viele Synergien gab und sich die Zusammenarbeit positiv gestalten ließ. Werner W. Baldsiefen bezeichnet diese sogar als „wirtschaftliche Notwendigkeit“, weil die Beratung der Mandanten sich unter Hinzuziehung von Juristen optimal gestalten lasse. Christoph Gebauer ergänzt, dass es im Bereich des Handels- und Steuerrechtes viele Berührungspunkte gebe. „Wipperfürth ist aus unserer Sicht zudem eine sehr interessante Stadt, die gerade, was Fachanwälte angeht, noch einen Nachholbedarf hat“, so seine Einschätzung.

„Wir können die Dienstleistungen jetzt quasi aus einer Hand anbieten“, geht Martin Cordt auf den entscheidenden Vorteil ein. Das spare den Mandanten Zeit und biete eine umfassende Lösung. Wobei das notarielle Leistungsspektrum weiter der Kiersper Hauptstelle vorbehalten bleibe. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die klassischen streitenden Tätigkeiten, sondern der Anwalt ist mittlerweile immer mehr als Berater im Dschungel der Gesetze, Vorschriften und Bestimmungen gefordert.

Rolf Haase

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