MK-Bauaufsicht in der Schnörrenbach

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Die Berichterstattung über das marode Gebäude rief nun die Bauaufsichtsbehörde des Märkischen Kreises auf den Plan.

Kierspe - „An dem Gebäude besteht keine Einsturzgefahr, ein Tätigwerden zur Sicherung des Hauses ist nicht notwendig“, heißt es seitens der Bauaufsichtsbehörde des Märkischen Kreises. Die Behörde reagiert damit auf eine MZ-Anfrage bezüglich des Gebäudes in der Schnörrenbach.

Ein Einschreiten der Bauaufsicht sei zudem deshalb nicht notwendig, weil der Verkehr auf der Landesstraße 528 nicht beeinträchtigt oder gefährdet würde. Wie die MK-Pressestelle mitteilt, seien zuständige Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde vor Ort gewesen, um sich ein Bild vom Zustand des Gebäudes zu machen. Der Bauzustand liefere zwar keinen Grund zu übereilten Handlungen. Die Untere Abfallbehörde des Märkischen Kreises aber habe den Fall aufgenommen. Nicht zuletzt aufgrund der Vermüllung durch Farbeimer, Autoreifen und Elektrogroßgeräte auf dem Vorplatz des Gebäudes.

Die Zuständigkeit obliege aber dennoch dem Ordnungsamt der Stadt Kierspe, heißt es seitens der MK-Pressestellen-Mitarbeiterin Ursula Erkens weiter. Und letztendlich sei der Eigentümer des Gebäudes in der Pflicht, für die Entsorgung und Sicherung aufzukommen.

Fest steht aber, das ergab die Begehung der Bauaufsichtsbehörde, dass der Zugang zum Gebäude abgesperrt werden muss. Die Kontrolle und die Kommunikation mit dem Eigentümer sei aber ebenfalls Sache des Ordnungsamtes Kierspe.

Unweit des ehemaligen Restaurants in der Schnörrenbach liegt die Forellenzucht Wehetal von Torsten Scheider. Schon zweimal habe er die Stadt Kierspe auf die Vermüllung in der Nähe seiner 14 Teiche, die rund 30 000 Fische beherbergen, angesprochen. Auf die erste Anfrage habe er keine Antwort erhalten, beim zweiten Mal habe es geheißen, man sei in Gesprächen mit dem Eigentümer. „Ich schaue mir das jetzt noch bis zum Jahresende an, dann stehe ich wieder bei denen auf der Matte“, macht Scheider im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich. Denn der Zustand der Umlage des Hauses sehe nicht nur für seine Kunden schlecht aus. Zudem mache er sich Sorgen wegen der herumliegenden Farbeimer. „Das könnte zum Problem werden.“ Schließlich habe jeder Zugriff auf die Eimer und könne „groben Unfug treiben“. Die Fischteiche werden von dem Bach Wehe gespeist, der wiederum in die Volme mündet.

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