Hand und Hand trifft Entscheidung für die Zukunft

Optimistisch und gut gelaunt präsentierte sich der Vorstand des Sozialen Bürgerzentrums Hand in Hand um seinen ersten Vorsitzenden Martin Ahlhaus (Mitte) bei der Mitgliederversammlung am Montagabend im Bürgerhaus Felderhof. Fotos: Haski

Kierspe - „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Mit dieser Vision Antoine de Saint-Exupérys verglich der erste Vorsitzende des Sozialen Bürgerzentrums Hand in Hand Martin Ahlhaus bei der Mitgliederversammlung am Montag im Bürgerhaus Felderhof die Motivation der 120 Ehrenamtlichen, die sich seit über vier Jahren mit großem Einsatz jede Woche für die Menschen in ihrer Stadt engagieren.

Von Martina Haski

Die Entscheidung darüber, ob der Verein Hand in Hand den von der Stadt angebotenen Mietvertrag für das Erdgeschoss des Bürgerzentrums unterschreiben sollte, stand als wichtigster Punkt auf der Tagesordnung.

Mit großer Enttäuschung und Verunsicherung kommentierten die Mitglieder den Beschluss des Stadtrates, der die gewünschte komplette Anmietung und Nutzung des Bürgerhauses Felderhof durch Hand in Hand zunächst nur für ein Jahr bewilligte. Und das, obwohl der eklatante Platzmangel inzwischen dazu führt, dass Gäste bei der Lebensmittelausgabe bis hinaus auf die Außentreppe Schlange stehen müssen. Ein Zustand, den auch Bürgermeister Frank Emde bei seinem Besuch als unwürdig bezeichnete.

Dennoch wogen die Befürchtungen, den großen Saal künftig nicht mehr uneingeschränkt für kulturelle Veranstaltungen oder private Feiern nutzen zu können, offensichtlich bei der Mehrzahl der Ratsmitglieder schwerer.

Trotz der ausgesprochen geringen Planungssicherheit und der anfallenden Umbaukosten entschied sich die Versammlung nach einer lebhaften und kontroversen Diskussion dafür, den von der Stadt angebotenen Mietvertrag zu unterzeichnen. „Damit gewinnen wir im ersten Schritt dringend benötigten Platz für die Vorratskammer mit ihrer monatlichen Lebensmittelausgabe und ermöglichen es unseren Gästen, sich an den Tischen im großen Saal aufzuhalten, statt im Außenbereich stehen zu müssen“, zeigte Martin Ahlhaus einen entscheidenden Vorteil auf.

Sukzessive ermöglicht die neue Regelung natürlich auch den anderen Aufgabenbereichen eine längst überfällige räumliche Expansion und lindert die aktuelle drangvolle Enge. Ganz im Geiste seiner bisherigen Vision stellte der Verein mit seiner Entscheidung auch diesmal wieder die Weichen für Entwicklung, Aufbruch und Unterwegssein – und zwar gemeinsam, Hand in Hand.

Bei den Vorstandswahlen wurden Martin Ahlhaus als erster Vorsitzender, Ulrich Fülber als Schriftführer und Gabriele Menger als Beisitzerin mit großem Beifall in ihren Ämtern bestätigt. Neu in das Amt des Kassierers wurde Wolfgang Koll gewählt und für die ausscheidende Angelika Rentrop Hartmut Pieta als weiterer Beisitzer. Für die ordnungsgemäße Kassenprüfung zeichnen künftig Jürgen Rittinghaus und Rolf Kalettka verantwortlich.

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