Verein "Menschen helfen" berichtet über Tätigkeiten in der Flüchtlingshilfe

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Die Mitgliederversammlung entlastete den Vorstand nach dem Kassenbericht einstimmig. Alle Anwesenden hatten zuvor erfahren, was die einzelnen Arbeitskreise geleistet haben, um Flüchtlingen zu helfen.

Kierspe - Der Verein "Menschen helfen" hat sich zur Mitgliederversammlung getroffen. In verschiedenen Arbeitskreisen organisiert unterstützen die Helfer die Flüchtlinge in Kierspe. Dabei werden sie unter anderem zu Deutschlehrern, Umzugshelfern und Veranstaltungsorganisatoren.

Seit einem Jahr ist der Verein „Menschen helfen“ wieder zum Leben erwacht. Viele Jahre hatte er geruht, nachdem er Menschen in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens geholfen hatte. Seit einem Jahr jedoch sind die Aktivitäten des Vereins wieder stark angestiegen. Neue Hilfsbedürftige gibt es zu unterstützen, dieses Mal im eigenen Land – die Flüchtlinge aus Syrien, Iran, Irak oder Eritrea.

Ein erster Rückblick auf die geleistete Arbeit wurde auf der Mitgliederversammlung des Vereins gehalten, die im Kreativzentrum an der Kölner Straße stattfand. Karin Schmid-Essing berichtete: „Innerhalb eines Jahres stiegen bei uns die Flüchtlingszahlen von 40 auf 300.“ Der Verein habe mit Deutschunterricht angefangen und sich dann zu einem Umzugsunternehmen entwickelt.

Die Flüchtlinge packen mit an

Inzwischen seien 60 Wohnungen zusammen mit den Flüchtlingen eingerichtet worden, hieß es. „Würdiges Wohnen ist wichtig für eine gute Integration“, schloss Karin Schmid-Essing ihren Abteilungsbericht.

Gundula Schneider als Sprecherin der Kümmerlingsgruppe informierte, dass sehr viel zu organisieren sei. Derzeit mache die Gruppe alles von der Begrüßung bis zum Kirchenasyl. Sie begleite die Menschen zu Behörden und Ärzten oder bei der Anmeldung zu Sprachkursen. „Wir sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern“, schloss Schneider ihren Bericht.

Über die Homepage und die Teestube gab Detlef Jungmann Auskunft. „Die Teestube läuft immer besser, wir werden fast überrannt.“ Inzwischen gebe es dort einen zweiten Raum. Auch die Homepage laufe gut – dort seien nun auch die Kümmerlinge eingepflegt. Auf Facebook hat Jungmann eine Gruppe eingerichtet.

Sich mit den Reaktionen traumatisierter Flüchtlinge vertraut machen

Heidrun Wendel berichtete über ihre Arbeit mit den traumatisierten Flüchtlingen. „Nicht nur die aktuellen Flüchtlinge sind traumatisiert“, gab sie an. „Auch viele aus früheren Kriegsgebieten haben Probleme.“ Sie regte an, für die Helfer eine Fortbildung anzubieten, in der diese mit den Reaktionen von traumatisierten Menschen vertraut gemacht werden.

Jörg Schorn vom Arbeitskreis Mobilität gab an, dass sein Arbeitskreis aus vier bis fünf Helfern bestehe. „Wir glauben, bisher mehr als 100 Fahrräder verteilt zu haben“, so Schorn. Er regte an, künftig für die Räder und die Reparaturen einen kleinen Beitrag von den Flüchtlingen zu nehmen. Künftig sollen Reparaturkurse angeboten werden.

Vera Esser vom Arbeitskreis Sprache berichtete, dass im Januar mit sechs Deutschlehrern begonnen worden sei und inzwischen mehr als 20 Menschen mitmachen würden. Für 2016 wünscht sie sich einen Kurs für Fortgeschrittene und einen für Frauen und Mütter.

Sommercamp und Events für Kinder

Günter Barth stellte in Aussicht, von den Spenden des Lionsclubs ein Sommercamp für Kinder zu veranstalten, aber auch Events außerhalb von Kierspe. Karina Molter konnte von einem gut sortierten und aufgeräumten Möbellager berichten. Alsdann gab Rainer Heißmann den Kassenbericht.

Nach den Berichten der Kassenprüfer Dirk Bachmann und Vera Esser beantragten diese die Entlastung des Vorstandes, was einstimmig geschah. Eine Satzungänderung, die künftig Einladungen zur Mitgliederversammlung in einer freien Wahl der Textform zulässt, wurde ebenfalls genehmigt.

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