Verein „Kinder von Tschernobyl“ zieht Bilanz

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Mit einem kleinen Geschenk bedankte sich Gisela Steinbach bei ihrem langjährigen Wegbegleiter Heinrich Geitz, der sein Vorstandsamt aufgrund eines Wohnortswechsels aufgeben musste.

Kierspe - „Mit voller Kraft voraus!“ So lautet das Motto, das sich die derzeit 54 Mitglieder des Vereins „Kinder von Tschernobyl“ auch für das laufende Jahr gegeben haben. Denn tätige Hilfe zum Wohle der durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl teils schwer in Mitleidenschaft gezogenen Kinder in der Ukraine ist nach wie vor unerlässlich.

Von Rainer Crummenerl

So die Quintessenz dessen, was bei der am Dienstagabend im Gemeinderaum Am Nocken stattgefundenen Mitgliederversammlung des Vereins deutlich zum Ausdruck kam.

Umfangreich war die Vereinstätigkeit auch im vergangenen Geschäftsjahr, wie die 1. Vorsitzende Gisela Steinbach berichten konnte. So fanden im Vorjahr 41 Kinder nebst Betreuern gastliche Aufnahme für einen dreiwöchigen Erholungsaufenthalt im Familienkreis. Erstmals wurde die Halbtagsbetreuung an zwei Orten, nämlich in Kierspe und Marienheide, angeboten, was sehr gut angenommen worden sei.

Bedauert wurde indes, dass derzeit – bedingt durch behördliche Schwierigkeiten in der Ukraine – keine neuen Hilfstransporte dorthin erfolgen können, weshalb der Verein zurzeit auch keine Sachspenden einsammeln kann, wofür Wolfgang Willnat um Verständnis bat.

Bei einer Vorstandsreise nach Wischgorod stand die Vertiefung größtenteils bereits seit vielen Jahren bestehender Kontakte zu ukrainischen Stellen wie dem Partnerverein Bereginja und zu Ärzten und Personen, die Verantwortung für den großen Kreis der hilfsbedürftigen Kinder tragen, im Mittelpunkt. Dankbar angenommen wurden auch im Vorjahr die durch den Kiersper Verein mitfinanzierte Medikamentenhilfe, die ermöglichte Kindererholung auch innerhalb der Ukraine und die finanzielle Unterstützung einer Armenküche.

Mit Blick auf das laufende Jahr beobachtet man mit Sorge die politischen Probleme in der Ukraine und hofft zuversichtlich, dass die geplanten Maßnahmen – Erholungsaufenthalt für 33 Kinder im Kiersper Raum vom 6. bis 28. Juni, Gastelternreise nach Wischgorod im Mai, Gegenbesuch aus Wischgorod Anfang Oktober – wie geplant zum Tragen kommen.

Ein dickes „Dankeschön“, verbunden mit der Ermutigung, weiterhin die Werbetrommel für die Vereinsziele zu rühren, ging an alle Mithelfenden und vor allem an diejenigen, die durch Spendengelder die Arbeit des Vereins ermöglichen.

Ins Detail ging hier Kassiererin Hanne Boecker, nach deren ausführlichem und für gut befundenen Kassenbericht die anstehenden Wahlen schnell über die Bühne gingen.

So sprach sich die Runde einstimmig für die Wiederwahl von Helmut Willnat zum Schriftführer aus, ebenso dafür, dass Wolfgang Theunissen die Nachfolge von Heinrich Geitz als zweitem Vorsitzender antritt und dass Werner Steinbach und Friederike Boecker als Kassenprüfer fungieren.

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