Astrid Hettesheimer wird Abteilungsleiterin an Kiersper Gesamstschule

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Mit der Übernahme der Abteilungsleiterstelle durch Astrid Hettesheimer ist eine der großen Aufgaben von Schulleiter Johannes Heintges abgeschlossen: der Generationswechsel in der Schulleitung.

Kierspe - Einen der „wichtigsten Posten“ an der Gesamtschule nennt Schulleiter Johannes Heintges die Stelle des Abteilungsleiters für den fünften und sechsten Jahrgang.

Eine Möglichkeit, gestalten zu können, sieht Astrid Hettesheimer in der Aufgabe, die sie seit den Sommerferien wahrnimmt.

Vorgezeichnet war der Weg für die 48-Jährige, die in Kierspe aufgewachsen ist und die Gesamtschule auch als Schülerin kennt, nicht. Denn als sie nach dem Abitur 1987 ihre Berufswahl treffen musste, schloss sie den Lehrerberuf aus. Nicht mangels Interesse – „das war damals schon mein Traumberuf“ – traf sie eine andere Entscheidung, sondern aufgrund einer rationalen Betrachtung der Stellensituation. Denn zu dieser Zeit war die Zahl der Lehramtsstudenten hoch und die Zahl der offenen Stellen gering.

Die Kiersperin entschied sich für eine Ausbildung zur Bankkauffrau, an die sich Spezialisierungen anschlossen. Später machte die eigene Familie mit drei Töchtern den Weg in einen neuen Beruf nicht einfacher. Doch Hettesheimer wollte ihren Traum nicht aufgeben. Von 2002 bis 2006 studierte sie Deutsch und Evangelische Religion für die Sekundarstufe I an der Universität Siegen.

"Ich möchte gestalten"

Beim Referendariat war die Schule am Heimatort erste Wahl. Als sich daran eine Festanstellung mit späterer Verbeamtung anschloss, „wurde mein Traum wahr.“ Die Chance, mit der Abteilungsleitung für die beiden Einstiegsjahrgänge in die Schulleitung aufzusteigen, ergriff die Kiersperin sofort. „Ich habe mich aus dem gleichen Grund auf diese Stelle beworben, aus dem ich auch Lehrerin geworden bin: ich möchte gestalten“, sagt sie.

Da stört es sie keineswegs, dass sie mit der Übernahme der Stelle von Sigrun Wolf ein gut bestelltes Feld übernimmt. Sie sieht dies eher als Chance, sich in Ruhe einarbeiten zu können. Wobei die Verwaltungsaufgaben ihr nur wenig Zeit dazu ließen. Galt es doch, sechs neue Klassen in den Schulalltag einzupflegen, die individuellen Wünsche von Eltern und Schülern zu berücksichtigen und bei der Zuweisung der Schüler in Schwerpunktklassen die Neigungen ihrer Schützlinge nicht aus dem Auge zu verlieren.

Zwölf Klassen fallen in ihren Zuständigkeitsbereich

Klar ist auch schon, dass das digitale Lernen einen Schwerpunkt in ihrer Arbeit einnehmen wird, denn ab dem kommenden Schuljahr werden alle Schüler der fünften Klassen mit Tablets arbeiten. Insgesamt fallen in den Zuständigkeitsbereich von Astrid Hettesheimer zwölf Klassen mit jeweils zwei Klassenlehrern. Das reicht im Grunde schon aus, um die Entlastungsstunden, die mit der Aufgabe einhergehen, mehr als auszufüllen. Trotzdem hat die Kiersperin konkrete Vorstellungen, wo sie ihre Fußabdrücke hinterlassen möchte, auch wenn sie diese Vorstellungen noch in allgemeine Begriffe fasst.

„Das soziale Lernen liegt mir sehr am Herzen und ich möchte auch daran arbeiten, dass die Schule noch demokratischer wird.“ Nach Meinung von Schulleiter Johannes Heintges wird die neue Abteilungsleiterin aber nicht nur für die Schüler ein Gewinn sein, sondern auch für ihre Kollegen. „Früher war Astrid Hettesheimer Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen, da wird sie sicher auch in Zukunft ein Auge auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben.“

Für Heintges ist die Besetzung der Stelle aber nicht nur im Hinblick auf die Abteilungsleitung ein Neuanfang, denn mit der Verpflichtung von Hettesheimer ist im Grunde auch der Generationswechsel in der Schulleitung abgeschlossen – und damit die Möglichkeit gegeben, mit dem gleichen Team kontinuierlich zu arbeiten.

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