Mikrozensus 2021:

Per Telefon, online oder Fragebogen

Mikrozensus - Kierspe - Telefon - online
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Auch in diesem Jahr wird wieder der Mikrozensus durchgeführt, jedoch nur per Telefon, online oder auf dem Papier.

Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die durch den Mikrozensus beantwortet werden sollen. Diese Aufgabe haben die Statistischen Landesämter in Deutschland übernommen, führen die Befragungen seit 1957 jährlich durch.

Kierspe - Dazu ist es notwendig, dass Haushalte ausgesucht werden, in denen Interviewer die entsprechenden Fragen stellen. In Nordrhein-Westfalen wählt der Landesbetrieb Information und Technik 76 000 Haushalte aus 9500 Auswahlbezirken aus – 16 solcher Auswahlbezirke und damit 128 Haushalte gibt es in Kierspe. Die Befragungen in den Auswahlbezirken, die nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt werden, verteilen sich auf die Monate Januar (1), Februar (2), April (2), Mai (2), Juni (3), Juli (3) sowie August, September und Oktober (jeweils ein Bezirk).

Die Ergebnisse dieser Befragungen sollen Antworten liefern, wie viele Familien mit Kindern es in Nordrhein-Westfalen gibt, wie die Situation alleinerziehender Mütter oder Väter in der Gesellschaft ist und wie viele Mütter berufstätig sind. Auch auf Fragen, wie sich Teilzeitbeschäftigung und befristete Arbeitsverhältnisse entwickelt haben, ob ältere Menschen überwiegend allein wohnen und wie es um die Ausbildung der Bevölkerung steht, sollen Antworten gefunden werden.

3,59 Millionen Einpersonenhaushalte in NRW

Denn auch in der Corona-Krise soll der Mikrozensus wichtige Strukturinformationen zur Bevölkerung liefern. Beispiele dafür sind folgende Ergebnisse des vergangenen Mikrozensus: „Im Jahr 2019 gab es in Nordrhein-Westfalen rund 3,59 Millionen Einpersonenhaushalte, darunter 1,27 Millionen alleinlebende Senioren ab 65 Jahren” und „Im Jahr 2019 lebten in NRW 982 000 Kinder im Vorschulalter, deren Eltern erwerbstätig waren.”

Für die Befragungen sind die Interviewerinnen und Interviewer nicht nur besonders geschult, sondern auch zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet, um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten. Natürlich kündigen sie ihr Anliegen bei den Haushalten schriftlich an. Allerdings finden diese Haushalts-Befragungen aufgrund der Pandemie-Situation nicht, wie gewohnt, persönlich, sondern telefonisch statt. Aber auch dabei werden zum Beispiel persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit abgefragt.

Auskunftspflicht

Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht. Die Ergebnisse sind Basis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen, so heißt es auf der entsprechenden Internetseite von IT.NRW. Neben der Auskunftserteilung am Telefon können die Haushalte aber auch online antworten oder einen Papierfragebogen ausfüllen und an das Statistische Landesamt senden.

Im Übrigen, darauf wird vonseiten des Landesbetriebs IT.NRW hingewiesen, sind in diesem Jahr zum ersten Mal die europäischen Erhebungen zu Einkommen und Lebensbedingungen sowie „Haushalte in der Informationsgesellschaft” als Unterstichproben im Mikrozensus integriert.

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