Polizei warnt

Miese Abzock-Tricks an der Ladentheke: Kunden wollen Kassierer für dumm verkaufen

Kleingeld
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Die Polizei warnt vor Wechseltrick-Betrügern.

„Vorsicht vor Wechseltrick-Betrügern!“, warnt die Polizei. Mehrmals versuchten Trickbetrüger in den vergangenen Tagen im Handel Wechselgeld zu ergaunern.

Menden/Letmathe/Kierspe - Am Mittwochabend kurz nach 18.30 Uhr versuchte eine Frau einen Tankwart in Menden an der Werler Straße zu betrügen, wie die Polizei berichtet. Den Kauf einer Guthabenkarte verband die Frau mit sehr vielen Worten und Fragen.

„Dann tat sie plötzlich so, als habe sie dem Kassierer bereits einen 50-Euro-Schein gegeben und warte nun auf ihr Rückgeld. Als der Tankwart nicht darauf hereinfiel, fand sich der Schein angeblich doch“, heißt es in dem Bericht weiter. Die Verdächtige bezahlte jedoch mit Kleingeld und entschwand. Die Polizei beschreibt die Frau wie folgt: Die Kundin hatte ihre blonden Haare zu einem Zopf gebunden, trug einen schwarzen Pulli mit weißer Aufschrift und Ohrringe. Sie wurde durch einen schwarz bekleideten Mann begleitet, der seine Haare seitlich rasiert hat.

Wechseltrick-Betrüger treiben ihr Unwesen in Letmathe

Kurz nach 16 Uhr versuchte es eine Frau in einer Apotheke in Letmathe. Sie kaufte Hustenbonbons für 1,30 Euro, legte 30 Cent auf den Tresen und sagte, sie habe nur einen 50-Euro-Schein. Den sah die Verkäuferin zwar nie, aber die Kundin behauptete steif und fest, ihr den Schein gegeben zu haben, wie die Polizei das Geschehen wiedergibt.

Die Apotheken-Mitarbeiterin löste die Situation geschickt. Sie versprach eine Kassenüberprüfung und schrieb sich eine Telefonnummer für einen Rückruf auf. Die Nummer ist jedoch nicht registriert. Auch in diesem Fall gibt die Polizei eine Beschreibung ab: „Die Kundin ist zwischen 35 und 40 Jahre alt, hat dunkle Haare, die hell gefärbt wurden, und sprach fließend Deutsch.“

Wechseltrick-Betrüger in Kierspe erfolgreich

Bereits am Donnerstag vergangener Woche war ein Trickbetrüger in Kierspe erfolgreich. Kurz nach 18 Uhr ergaunerte er in einem Geschäft Wechselgeld, so die Polizei. Gegen 18.30 Uhr versuchte er es gleich noch einmal in einer Apotheke an der Friedrich-Ebert-Straße. „Dort wollte er ein Produkt für ein Kleinkind kaufen und beschwerte sich, dass ihm die Mitarbeiterin auf 50 Euro zu wenig Wechselgeld herausgegeben habe. Irgendwann fand er das angeblich vermisste Geld und ging davon“.

Den Mann beschreibt die Polizei als etwa 30 bis 35 Jahre alt und etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß. Er hat demnach eine gebräunte Hautfarbe, eine gepflegte Erscheinung, ein sehr freundliches Auftreten und sprach nur Englisch.

Die Polizei hat am Donnerstag, 11. März, nicht nur vor solchen Trick-Betrügern gewarnt, sondern klärt auch detailliert über das Vorgehen von Tätern auf, die mehrere miese Maschen miteinander kombinieren und dabei ein unglaubliches Lügen-Konstrukt bauen.

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