Zwei verschiedene Tempolimits 

Blitzer an L 528 in Kierspe wird reaktiviert

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Der stationäre Blitzer an der Friedrich-Ebert-Straße soll wieder in Betrieb genommen werden.

Kierspe - Der Starenkasten an der Friedrich-Ebert-Straße wird wieder in Betrieb genommen.

Die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses der Stadt Kierspe fassten den Beschluss auf Antrag der Grünenfraktion, nachdem sie den Antrag von Marie-Luise Linde aus der CDU-Fraktion zum Entfernen des Geräts ablehnten. 

Die Verwaltung wird nun beauftragt, beim Märkischen Kreis die Reaktivierung der stationären Überwachungsanlage an der L 528 (Friedrich-Ebert-Straße) im Bereich der Gesamtschule Kierspe zu veranlassen. 

Der Fraktionsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Kierspe wurde vom Rat am 26. September an den Ausschuss für Umwelt und Bauen verwiesen. Nach Vorschlag der Fraktion sollte der Märkische Kreis das stationäre Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung an der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe der Gesamtschule wieder einsatzfähig machen, um entsprechende Verkehrskontrollen durchführen zu können. 

Die Möglichkeit zur Geschwindigkeitsüberwachung vor Ort ist allerdings nicht ganz unproblematisch: Tagsüber ist dort Tempo 30 erlaubt und abends sowie am Wochenende Tempo 50. Eine Überwachung von lediglich Tempo 30 hätte zu einer dauernden, unrechtmäßigen Auslösung in den Abend- und Nachtstunden geführt und das Unfallrisiko sowie die Wahrscheinlichkeit von Sachbeschädigungen erhöht. 

Eine dauernde Überwachung von Tempo 50 an dieser Stelle wäre hingegen wenig zielführend gewesen, da insbesondere tagsüber (Tempo 30) die Fußgänger von und zur Gesamtschule Kierspe durch die herabgesetzte Geschwindigkeit geschützt werden sollen. Eine Überwachung während der Tagstunden hätte also faktisch nicht mehr stattgefunden. 

„Wir mussten zunächst prüfen, ob es technisch möglich ist, dass das Gerät zwischen den zulässigen Geschwindigkeiten Tempo 30 und 50 zu unterschiedlichen Tageszeiten differenzieren kann“, erklärte Oliver Knuf, Ordnungsamtsleiter in Kierspe. 

Nach Rücksprache mit dem Märkischen Kreis sollen inaktive stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen grundsätzlich wieder reaktiviert werden. Dabei wird jedoch jeweils eine Umstellung auf die aktuelle Technik erfolgen, für die ein Stromanschluss erforderlich ist. Die veraltete Technik wurde mit einem Akku betrieben. Im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße ist ein Stromanschluss problemlos herzustellen. Das dort aufgestellte Überwachungsgerät ist seit der Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße inaktiv. 

Verkehrsmessungen haben seit dieser Zeit in regelmäßigen Abständen durch den Märkischen Kreis mit einem mobilen Radarwagen stattgefunden.

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