Flüchtlinge schaffen Lichtblicke für Ausstellung

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Der Vorsitzende des Vereins „Menschen helfen“, Fritz Schmid, die Künstlerin Sabine Kramer und Kulturmanager David Babin (von links) stellten die Ausstellung „Lichtblicke“ vor, die im Kreativzentrum gezeigt wird.

Kierspe - Die Kiersper Künstlerin Sabine Kramer hatte die Idee, einen Kunst-Workshop für Flüchtlinge anzubieten. Dafür gewann sie Christophe Bossu als Mitstreiter und den Verein „Menschen helfen“ als Partner. Neben einem Workshop ist daraus eine Ausstellung entstanden, die kommende Woche eröffnet wird.

Dreimal traf sich die Künstlerin mit Geflüchteten aus Syrien, Irak, Ghana und Eritrea, um Motive zu bemalen, die das Thema Licht widerspiegeln. Denn passend zum „Jahr des Lichts“ der Unesco trägt die Ausstellung, die aus diesem Projekt entstanden ist, den Titel „Lichtblicke, Rays of Hope, Lueurs d’espoir“. „Als wir angefangen haben, haben wir erst einmal das Wort Licht in den verschiedenen Sprachen aufgeschrieben, um einen Einstieg zu finden.

Bei dem freien Arbeiten waren einige der Teilnehmer nicht mehr zu stoppen. In vielen Bildern werden die Wünsche und Sehnsüchte der jungen Flüchtlinge sichtbar“, so Kramer. Bei der Ausstellung, die im Kreativzentrum stattfindet, sollen aber nicht nur Bilder der Schutzsuchenden gezeigt werden, sondern auch von heimischen Künstlern. „Dadurch soll ein Dialog in Gang kommen, zwischen alten und neuen Kierspern“, erklärt Kulturmanager David Babin vom Zusammenschluss „Oben an der Volme“.

So zeigt Ilka Albrecht Fotografien, Silvia Baukloh Skulpturen, Christophe Bossu Malerei und Lyrik, Annette Gonserowski ist ebenfalls mit Lyrik vertreten und Sabine Kramer natürlich mit ihren Bildern. Kramer ist es auch, die mit ihrer Arbeit den Verein „Menschen helfen“ unterstützen möchte. So bietet sie eines ihrer Werke im Rahmen einer Versteigerung an. Diese findet statt, nachdem die Ausstellung am Sonntag, 15. November, um 14 Uhr eröffnet wird. Nach einführenden Worten und einem Beitrag des albanischen Akkordeon-spielers Ilir Mammuthai findet die Versteigerung gegen 16.30 Uhr statt.

Der Erlös geht in voller Höhe an den Verein. Ein zweites Mal wird die Ausstellung am Sonntag, 22. November, von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Auch dann findet um 15.30 Uhr wieder eine öffentliche Führung statt. gegen 16.30 Uhr beginnt ein Vortrag zu dem Thema „Wie lässt sich eine neue Zuwanderungspolitik in Europa installieren?“. Als Referentin wurde Birgit Ladwig-Tils, Mitglied im Rednerdienst der EU-Kommission, gewonnen. Die Rednerin bezeichnet die Zuwanderungspolitik und Migration als eine der zehn Prioritäten der neuen EU-Kommission für die kommenden fünf Jahre. Kommissionspräsident Juncker habe als ersten Schritt einen eigens für Migration zuständigen Kommissar ernannt.

Aber dabei solle es nicht bleiben. So widmet sich Ladwig-Tils den Fragen: „Wie gehen wir zukünftig mit legaler und illegaler Zuwanderung um?“, „Gibt es ein einheitliches Vorgehen der 28 EU-Staaten?“, „Welche Maßnahmen sind angedacht?“ und „In welche Richtung weisen sie?“. In dem Vortrag von Ladwig-Tils soll der momentane Stand der europäischen Politik im Bereich Migration aufgezeigt sowie Fragen zu den Möglichkeiten und Grenzen einer „neuen Zuwanderungspolitik in Europa“ nachgegangen werden. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

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