Anzahl an GSK-Fünftklässlern ist weiter rückläufig

+
„Aufgrund des demografischen Wandels fehlt uns im kommenden Schuljahr schätzungsweise eine gesamte Klasse“, berichtete Sigrun Wolf, Abteilungsleiterin für die Stufen fünf und sechs, gestern.

Kierspe - Das Anmeldeverfahren für die Kiersper Gesamtschule ist beendet – sehr zufrieden blicke man auf die Zahlen zum Start des Schuljahres 2016/17. An der Freien Schule in Kierspe können Eltern ihre Kinder, die momentan die vierte Grundschulklasse besuchen, bis Ende März anmelden.

An der Freien Schule rechne man damit, dass es im kommenden Schuljahr eine Doppelklasse geben wird. Anmeldungen sind seit Mitte dieses Monats möglich. An der Kiersper Gesamtschule ist der offizielle Anmeldezeitraum bereits vorüber, somit können bereits Zahlen genannt werden: „Bislang sind 141 Schülerinnen und Schüler angemeldet, die auf fünf bis sechs Klassen verteilt werden“, berichtete Sigrun Wolf, Abteilungsleiterin für die Stufen fünf und sechs, auf MZ-Anfrage.

Es sei möglich, dass bis Sommer durch Zuzug noch einige Anmeldungen hinzukommen könnten. Dennoch sei man bereits jetzt mit den vorläufigen Zahlen sehr zufrieden, obwohl erneut ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist: „Dass es weniger Schüler werden würden, war schon im Vorfeld klar“, erklärte Wolf. Zu begründen sei der Rückgang mit dem demografischen Wandel. „Weil es wieder deutlich weniger Kinder gibt, die in diesem Jahr von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln werden, fehlt uns schätzungsweise eine gesamte Klasse.“ Dieser Negativtrend sei auch für die nächsten zwei folgenden Schuljahre vorauszuahnen, „im darauffolgenden Jahr wird es wieder einen Zuwachs an Anmeldungen geben“, verwies Sigrun Wolf auf die Zahlen des Schulamtes. Lediglich ein Flüchtlingskind wurde für die fünfte Klasse des kommenden Schuljahres angemeldet.

Ob es eine prozentuale Neuverteilung an Schülern gab, die nach der Grundschule lieber auf die Gesamtschule oder eine andere Schule gehen, würde statistisch seitens der Gesamtschule nicht erfasst: „Doch knapp 60 Prozent der neu angemeldeten Schüler sind mit einer Empfehlung für das Gymnasium oder die Realschule zu uns gekommen. Das freut uns natürlich sehr.“

Im Sommer wird es sieben Kinder mit besonderem Förderbedarf an der Gesamtschule geben. Darunter fünf Kinder, die an einer Lernschwäche leiden und daher „zieldifferenziert“ unterrichtet werden und zwei Kinder, „die Beeinträchtigungen aufweisen, die nichts mit der schulischen Leistung zu tun haben und daher normal unterricht werden“, erklärt die Abteilungsleiterin.

Abgelehnt wurde kein Antrag: „Das ist aber ohnehin erst möglich, wenn mehr als 210 Anmeldungen vorliegen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare