Mehrgenerationenplatz

Ist das der ungewöhnlichste Spielplatz im MK?

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Die Bauarbeiten, mit denen der neue Mehrgenerationenplatz in Rönsahl geschaffen werden sollen, haben bereits begonnen.

Rönsahl - Kein Zutritt für Jugendliche über 12 Jahren. So ist es an manchem Kinderspielplatz zu lesen. In Kierspe geht man da einen anderen Weg und schafft Angebote für alle Generationen – in Kierspe und in Rönsahl. In dem Grenzdorf sind bereits die Bagger aktiv.

Da war der Bagger schneller als die Stadtverwaltung. Bei der Vorstellung der Pläne für den neuen Mehrgenerationenplatz in Rönsahl schaffte die Baumaschine im Hintergrund schon klare Verhältnisse. 

„Schon vor längerer Zeit und im Rahmen der Überlegungen für die Aktion ,Unser Dorf hat Zukunft’ hatten Besucher des Jugendzentrums den Wunsch nach einem sogenannten Calisthenics-Geräteparcpours geäußert. Schön, dass dieser nun in den neuen Platz integriert wird“, freut sich Ortsbürgermeister Holger Scheel. 

Und der Beigeordnete Stelse ergänzt, dass die Überlegungen im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzeptes im vergangenen Jahr aufgegriffen und erweitert wurden. Im Rahmen des Leader-Prozesses wurden diese Überlegungen dann zum Projekt und schließlich auch genehmigt. Jetzt bekommt die Stadt 65 Prozent der Kosten in Höhe von 53 000 Euro vom Land und der EU erstattet. 

Stellten den neuen Mehrgenerationenplatz in Rönsahl vor: (von links) Helmut Heidemann (Leiter Tiefbau), Susanne Neumann (Leader-Beauftragte), Thomas Nies (TSV Rönsahl), Holger Scheel (Ortsbürgermeister) und Olaf Stelse (Beigeordneter).

Bei der Standortsuche konnte die Stadt auf den Spielplatz an der Meienbornstraße zurückgreifen. Dort befinden sich derzeit ein Kombi-Spielgerät, ein Drehrad, Schaukeltiere und eine Schaukel, nebenan kann gebolzt werden. Im hinteren Bereich wird derzeit der Boden für den Calisthenics-Geräteparcpours bereitet. Aber auch ein Balancierseil (Slackline), Sprossenwand, Barren und Reckstange sollen dort ihren Platz finden. 

Pause gewünscht? Auch die ist möglich!

Für alle, die nach dem Training verschnaufen möchten oder einfach so vorbeikommen, gibt es eine Sitzgruppe, bestehend aus zwei Bänken und einem Tisch. Zwei weitere Fitnessgeräte (Twister und Airwalker) sollen den Gleichgewichtssinn von Jung und Alt fördern. 

„Die Geräte sind so gewählt, dass nicht nur Jugendliche trainieren können, sondern auch ältere Besucher“, erklärt die Leader-Beauftragte Susanne Neumann. Und der Leiter des Sachgebiets Tiefbau Helmut Heidemann ergänzt: „Der Weg zur Meienbornstraße wird gepflastert, damit der Platz barrierefrei erreicht werden kann.“ 

Als aus den Planungen ein Leader-Projekt wurde, hatte die Stadt auch gleich die Kosten bei potenziell ausführenden Firmen abgefragt. Deshalb ging es nach dem Förderbescheid, der vor vier Wochen erteilt wurde, nun auch ganz schnell. Stelse: „Ich denke, wir werden die Anlage Ende August eröffnen können.“ 

Allen Beteiligten ist aber auch klar, dass eine solche Anlage mehr Pflege und Aufsicht braucht als ein „normaler“ Spielplatz. Doch da haben gleich mehrere Vereine und Einrichtungen ihre Unterstützung zugesagt, wie Holger Scheel mitteilen konnte. 

So will der Strandbadverein im Rahmen seines Dorfputzes dem Platz besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, auch die Besucher des Jugendzentrums wollen sich kümmern. Allerdings weiß Thomas Nies, zweiter Vorsitzender des TSV Rönsahl, genau, dass sein Verein die Hauptlast tragen wird. 

„Wir werden alle Übungsleiter von einem speziellen Trainer an den neuen Geräten ausbilden lassen, damit der Parcours auch in den Trainingsplan der einzelnen Abteilungen eingearbeitet werden kann“, sagt Nies. 

„Mit der Umsetzung der Planung erfüllen wir mehrere Wünsche, denn vor allem die Jugendlichen haben sich eine von Öffnungszeiten und Vereinsmitgliedschaft unabhängige aber trotzdem kostenlose Trainingsmöglichkeit gewünscht. Dem ist die Stadt nachgekommen“, bringt es Scheel auf den Punkt.

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