Mehr als 60 Bürger möchten mitarbeiten

Viele interessierte Besucher kamen zur Infoveranstaltung.

KIERSPE – Zur ersten Info-Börse für Interessierte, die im zukünftigen sozialen Bürgerzentrum ehrenamtlich Hand anlegen möchten, begrüßte der Vorsitzende Martin Ahlhaus rund 60 Frauen und Männer im Gemeindehaus Felderhof. „Auch in unserer Stadt gibt es soziale Missstände, nehmen Armutsrisiko, materielle und soziale Not zu. Dagegen wollen wir mit dem Bürgerzentrum „Hand in Hand“, das hier entstehen soll, etwas unternehmen“, erklärte Ahlhaus.

Besonders hob er den Charakter des gegenseitigen Gebens und Nehmens hervor. Bereits Ende März möchte der Verein mit einer Lebensmittelausgabe, einer Kleiderkammer und einem Begegnungscafé starten.

Nach der Vorstellungsrunde der anwesenden Vorstandsmitglieder, konkretisierte die zweite Vorsitzende Angelika Rentrop die vorläufigen Aufgabenschwerpunkte: „Ab 24. März wird es an jedem vierten Mittwoch im Monat zwischen 16 und 18 Uhr eine Lebensmittelausgabe geben. Jeweils vier ehrenamtliche Helfer richten dann die Waren her, begleiten die Einkäufer und übernehmen Aufräumarbeiten. Pro Person und Einkauf wird ein Eigenanteil von 50 Cent erhoben. Kurz vor der Lebensmittelausgabe werden die bereitgestellten Waren bei den Geschäften abgeholt, die ihre Unterstützung zugesagt haben.“ Nutzungsberechtigt seien Hartz IV-, Sozialhilfe- und Wohngeldempfänger sowie Rentner oder andere Personen mit geringem Einkommen. Jeder Einkäufer erhielte vom Sozialamt eine anonymisierte Besucherkarte mit Nummer und Vereinslogo, erläuterte Schriftführer Ulrich Fülber.

„Wenn der ehemalige Konfirmandenraum ab Mitte nächster Woche zur Verfügung steht, brauche ich Helfer für die Ausstattung mit Regalen und Kleiderständern sowie das Sichten und Einräumen der vorhandenen Kleiderspenden“, berichtete Ursula Schröder, die für die Kleiderkammer verantwortlich zeichnet. Während der Öffnungszeiten an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat zwischen 16 und 18 Uhr werden sich dann drei ehrenamtliche Helfer um Beratung und Verkauf kümmern. Zum Einkauf in der Kleiderkammer sind alle Bürger berechtigt.

Parallel zu Lebensmittelausgabe und Kleiderkammer ist das Begegnungscafé geöffnet. Gespräche bei Kaffee, Kuchen und Keksen sollen nicht nur Ruheinsel sein, sondern auch der sozialen Isolation entgegen wirken. Koordiniert von Kassiererin Claudia Lüsebrink-Wirth, kümmern sich dann zwei Helfer um die Bewirtung der Gäste.

Bei den anschließenden Diskussionen in Kleingruppen klärten die Ansprechpartner Rentrop, Schröder und Lüsebrink-Wirth noch zahlreiche Detailfragen für ihre jeweiligen Aufgabenbereiche. Besonders großes Interesse bestand an der Mitarbeit in der Kleiderkammer und dem Begegnungscafé. In die ausgelegten Helferlisten trugen sich bereits 63 Frauen und Männer ein. „Wir sind überwältigt von dieser großen Resonanz“, freute sich Martin Ahlhaus. Alle motivierten Ehrenamtler werden auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Gut möglich, dass sich dank ihrer Unterstützung perspektivisch auch häufigere Öffnungszeiten und weitere Aufgaben in Angriff nehmen lassen. Telefonische Auskünfte zur Arbeit des sozialen Bürgerzentrums „Hand in Hand“ erteilt Angelika Rentrop unter der Telefonnummer (0 23 59) 26 87.

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