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Medizinische Versorgung: In Kierspe geht es aufwärts

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Von: Johannes Becker

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Da die hausärztliche Versorgung in Kierspe sich derzeit als zufriedenstellend darstellt, steht die Stadt weiterhin nicht im Förderverzeichnis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.
Da die hausärztliche Versorgung in Kierspe sich derzeit als zufriedenstellend darstellt, steht die Stadt weiterhin nicht im Förderverzeichnis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. © Bernd Weissbrod

„Ich bin froh, dass sich mit Inna Mityushkin und Christina Saulescu zwei neue Ärztinnen in Kierspe angesiedelt haben“, zieht Bürgermeister Olaf Stelse derzeit ein positives Fazit hinsichtlich der hausärztlichen Versorgung in Kierspe.

Kierspe - Zwar sind mit Christiane Freimuth und Kie-Sin Tan zwei Allgemeinmediziner in den Ruhestand gegangen, deren Praxen nicht wieder besetzt werden konnten. Doch Ausgleich gibt es in der Praxis von Guido Kussek mit zweieinhalb zusätzlichen Stellen. Der Bürgermeister vergisst aber auch nicht, Michael und Kirstin Löhrer zu erwähnen, die in Rönsahl für die hausärztliche Versorgung verantwortlich zeichnen.

„Wir stehen im Kontakt zu allen Ärzten“, betont Stelse. So habe man erste Kontakte geknüpft, ob möglicherweise die beiden Rönsahler Ärzte ihre Praxis in das noch zu bauende Haus im Zentrum an der Hauptstraße verlegen würden. Für Konkretes sei es noch zu früh, doch wolle man diese Möglichkeit nicht außer Acht lassen. Es würde sich dann um eine Optimierung der Situation in Rönsahl handeln, meinte der Bürgermeister.

Unterstützung und Hilfestellung gewähre die Stadt sowohl den ansässigen Ärzten – das gelte natürlich auch für die Fachärzte Heike Marrenbach-Knipp sowie den neuen Kinderarzt Wessam Alnakhara – , als auch denen, die nach Kierspe kommen möchten. Gleichwohl: Im aktuellen Förderverzeichnis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Stand Oktober 2021 stand die Stadt Kierspe nicht mehr.

Was gleichzeitig belegt, dass die aktuelle Situation hinsichtlich der Versorgung mit Allgemeinmediziner in Kierspe als durchaus zufriedenstellend zu bezeichnen ist. Dennoch steht das Thema „Medizinisches Versorgungszentrum“ (MVZ) weiter auf der Agenda. Im ersten Quartal dieses Jahres werde man sich, so Bürgermeister Stelse, mit den Städten Halver und Plettenberg abstimmen, wo der größte Bedarf sei, wo die Richtung hingehe.

Gleichzeitig werde die Stadt, das hob der Bürgermeister besonders hervor, weiterhin in allen möglichen Bereichen wie Kita-Plätzen, Grundstücksvermittlungen und vielem mehr den Ärzten in Kierspe und auch künftigen Medizinern Hilfestellungen gewähren.

Ebenso sollen die Kontakte zur KVWL, insbesondere zum Zulassungsausschuss, aufrecht erhalten werden. Allerdings, das weiß auch Stelse, werde es sehr schwierig, einen Facharzt wie beispielsweise einen Augenarzt, nach Kierspe zu lotsen.

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