„Maßvolle Erweiterung“

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Die Erweiterung des Baugebietes „Östlich Rathaus“ wurde im Ausschuss auf den Weg gebracht.

Kierspe - Mit elf Ja- und acht Nein-Stimmen aus den Reihen der SPD und der Freien Wähler fasste der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung am Mittwoch den Beschluss, die Verwaltung mit der Vorbereitung des Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan für ein neues Baugebiet „Östlich Rathaus Teil II“ zu beauftragen. Die anstehende Entscheidung hatte zuvor noch einmal für reichlich Diskussionen gesorgt.

Mit bis zu 32 Wohneinheiten bezeichnete Ausschussvorsitzender Holger Scheel (CDU) das Gebiet „Östlich Rathaus 2“ als „maßvolle Erweiterung“, nachdem während der letzten Sitzung des Ausschusses das Verkehrskonzept für eine Erweiterung des Baugebietes „Östlich Rathaus“ vorgestellt worden war – mit dem Ergebnis, dass die umliegenden Straßen (Haunerbusch, Im Hofe, Thingslindestraße) noch den Verkehr von etwa 110 Wohneinheiten aufnehmen könnten. Große Verkehrsströme seien nicht zu erwarten, meinte daher Armin Jung (FDP). Die Problematik liege vielmehr beim Awo-Kindergarten. Auch zur Grundschule würden die Kinder gefahren. „Die können da nicht hinlaufen.“ „Klasse, dass es mit dem neuen Baugebiet endlich klappt. Das ist eine gute Möglichkeit, Geld für Kierspe zu generieren“, sagte Jung.

Die Vertreter der SPD sahen das am Mittwoch allerdings anders. „Wir sind für eine Bebauung, aber die erfordert eine vernünftige und sichere Verkehrsplanung“, so Carsten Möller. Die gleiche Meinung vertrat sein Parteikollege Oliver Busch. Horst Becker (CDU) bezeichnete die Planungen als Kompromiss. „Daran sieht man, wie schnell man wortbrüchig wird“, wetterte daraufhin Peter Christian Schröder (FWG). Aus Richtung der CDU habe es doch geheißen, ein Baugebiet 2 und 3 solle dann kommen, wenn eine neue Umgehungsstraße gebaut würde. Nun gehe es nur darum, bei der Grundstücksentwicklungsgesellschaft „schnell den Rubel rollen zu lassen“. Jürgen Tofote (CDU) entgegnete, dass das Gutachten zum integrierten regionalen Entwicklungskonzept eine Kompromisslösung erfordere. Das Konzept sieht laut Rainer Schürmann, Sachgebietsleiter der Bauverwaltung und Planung, vor, bis zum Jahr 2020 430 Wohneinheiten zu erzeugen, um das Bevölkerungsziel von 17 000 Einwohnern einhalten zu können. Klaus Müller, Geschäftsführer der Grundstücks- und Gewerbeentwicklungsgesellschaft, informierte die Ausschussmitglieder ebenfalls über die Nachfrage nach Grundstücken. „Ich sehe die Wirtschaftlichkeit“, betonte er. Von den 13 Restbauplätzen des ersten Gebietes seien neun Plätze attraktiv. „Ich gehe davon aus, dass sie bis 2016 verkauft sind“, so Müller. Anfragen für das neue Baugebiet habe es bereits gegeben. „Das waren drei Familien, die von auswärts kamen.“ - sim

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