Rast am höchsten Punkt Kierspes

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Markus Pempe, für die CDU im Kiersper Stadtrat und Abgeordneter im Kreistag, möchte Wanderer und Ausflügler zur höchsten Stelle Kierspe führen und sie dort zu einer Rast einladen.

Kierspe - Höher hinauf geht es nicht mehr – der höchste Punkt der Stadt liegt bei 553,8 Metern über Normalnull. Nach der Parzelle, auf der dieser Fleck liegt, wäre sein Name „Neuen Hahn“. Um diesen „Gipfel“ zu einem lohnenden Ausflugsziel zu machen, hat sich Markus Pempe, für die CDU Mitglied im Stadtrat, etwas einfallen lassen.

Umgeben von hohen Tannen und überwuchert von Moos liegt diese besondere Stelle etwa 50 Meter abseits des Wegs im Unterholz. Der Weg dorthin ist aber relativ einfach: Von der Bundesstraße 54 geht es kurz mit dem Auto entweder über das Schleipetal und die Ortslagen Bungenrodt, Sprotter Hammer und Grünenschlade oder über Vornberg und Linden nach Immelscheid. Im Wald angekommen, nimmt man den rechten von drei Wanderwegen (Kennzeichnung H) – zu Fuß natürlich. Diesem folgt man rund einem Kilometer stetig bergauf und hält sich links. „Man merkt an der Vegetation und insbesondere an der zunehmenden Vermoosung die unwirtlichere Höhenlage“, schildert Pempe die Eindrücke, die er bei seiner Erkundung des Gebiets gesammelt hatte. 

In einem Gipfelbuch können die Tagestouristen Grußworte an die Initiatoren hinterlassen.

Anschließend überquert man die Autobahn 45 in Sichtweite der Ratsplätze Baberg und Drögenpütt und hält sich rechts. Nach rund 300 Metern kommt man an eine T-Kreuzung – das Ziel ist erreicht. Eine alternative und einfachere Wanderroute startet am Parkplatz an der Autobahnunterführung oberhalb von Fernhagen Richtung Werkshagener Straße und führt ebenso zur Autobahnbrücke. 

Eine Infotafel zeigt den genauen Standort an.

Damit man seine müden Wanderer-Beine ausruhen kann, hat Pempe etwa 100 Meter von der Stelle entfernt unter alten Fichten eine weiße Sitzbank aufgestellt. Eine topografische Infotafel klärt über die genaue Lage auf. Damit sich die Ausflügler an dieser Stelle „verewigen“ können, befindet sich in einem kleinen Briefkasten ein Gipfelbuch, in dem Grußworte hinterlassen werden können. Pempe: „Wir sind schon sehr auf die ersten Einträge gespannt.“ 

Die Idee, den Tagestourismus dort hinzuführen, kam dem Kiersper Politiker, der für die Christdemokraten auch im Kreistag sitzt, beim Lesen eines MZ-Berichtes über den Höhenflug. „In solchen geografisch exponierten Punkten steckt die Möglichkeit, die lokale Identifikation mit der Stadt zu stärken“, erklärt Pempe. Die heimische CDU hat diesen Vorschlag aufgegriffen und finanziert die benötigten Materialien. Wobei sich die Kosten in Grenzen halten, so das CDU-Mitglied. Mit rund 70 Euro halte sich der Kosten-Aufwand im Rahmen, aber die Wirkung soll möglichst groß sein. Auch der Eigentümer der Parzelle, Bruno Alexander Gantenbrink unterstützt dieses Vorhaben. Sowohl dem Eigentümer als auch der Kiersper CDU sei es ein Anliegen, dass Wanderer nach ihrer Rast den Platz ordentlich hinterlassen und ihren Müll wieder mit ins Tal nehmen, betont Pempe. 

Als Folge aus dieser Aktion stellt sich der Initiator die Einrichtung einer Wanderroute vom tiefsten Punkt der Stadt, dem Haus Rhade (280 Meter über Normalnull) zur höchsten Stelle vor, wie es sie zum Beispiel in Hemer bereits gibt.

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