Rotorblätterspitzen ragen 200 Meter in den Himmel

Mark-E plant zwei neue Windräder in Kierspe

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Das Unternehmen Mark-E möchte in Kierspe zwei rund 200 Meter hohe Windkraftanlagen mit einer Leistung von 3,5 Megawatt errichten und informierte darüber nun die Bürger.

Kierspe/Rönsahl - An der Grenze zu Marienheide unweit der Lingesetalsperre möchte der heimische Energieversorger Mark-E, der zum Unternehmen Enervie gehört, zwei Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 3,5 Megawatt errichten.

Darüber informierten die Verantwortlichen des Unternehmens am gestrigen Abend die Bürger, Anlieger und Interessierten in der Rönsahler Mehrzweckhalle.

Mit der erneuerbaren Energie dieser beiden Anlagen könnten rein rechnerisch mehr als 5000 Haushalte mit Strom versorgt und, im Vergleich zum deutschen Strommix, in 20 Jahren rund 200 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, rechnet die Mark-E vor.

Nach der ersten Planung für das Projekt sollen die beiden Windräder auf einer Fläche nördlich der Lingesetalsperre gebaut werden. Diese Fläche ist durch den Sturm Kyrill geschädigt worden. Für die Mark-E wäre es das dritte Windrad im Märkischen Kreis, denn im vergangen Jahr ging solch eine Anlage in Lüdenscheid an der Versetalsperre in Betrieb.

Diese Anlage, so heißt es vonseiten der Mark-E, produziere seitdem deutlich mehr Ökostrom als prognostiziert und leiste damit einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien.

Grund genug für den Energieversorger, sein Engagement in diesem Bereich weiter auszubauen. Auf der Informationsveranstaltung in Rönsahl erklärten die Verantwortlichen der Mark-E, dass umfangreiche Voruntersuchungen die grundsätzliche Eignung des Standorts bestätigt hätten.

Die erste artenschutzrechtliche Prüfung sei im Sinne des Projekts ebenfalls positiv verlaufen. Für das Unternehmen ist dies ein Bemühen die „größtmögliche Transparenz zu erreichen“ und frühzeitig die breite Öffentlichkeit zu informieren.

Dazu gehören auch die Angaben über die Größe der beiden Windräder: Diese würden eine Nabenhöhe von etwa 130 Metern und eine Rotorblattlänge von circa 70 Metern haben. Die Windkraftanlage käme also auf eine Gesamthöhe von 200 Metern.

Das unternehmen Mark-E werde für die gesamte Planung und Infrastruktur verantwortlich zeichnen, den Bau und die Inbetriebnahme durch den Anlagenlieferanten begleiten, um dann die technische Betriebsführung zu übernehmen.

Es sei aber auch vorgesehen, den späteren Betrieb der beiden Windkraftanlagen gemeinsam mit Projektpartnern durchzuführen. Daher werde man den Stadtwerken Kierspe und eventuell weiteren Stadtwerken aus der Region Beteiligungen anbieten.

Da es sich um Windkraftanlagen handelt, die auf dem neuesten Stand der Technik sind und auf dem 410 Meter hohen windgünstigen Standort in Kierspe errichtet werden, wird mit einem jährlichen Energieertrag von rund 19 Millionen Kilowattstunden gerechnet.

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