Stromausfall in weiten Teilen Kierspes

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In zahlreichen Haushalten fiel in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch der Strom aus. Insgesamt 26 Verteilerstationen waren von der Störung im Netz der Mark-E betroffen.

Kierspe - Für einige Kiersper hat es am Mittwochmorgen ein böses Erwachen gegeben. Ein Ausfall im Stromnetz des Versorgungsunternehmens Mark-E sorgte in vielen Teilen des Stadtgebiets für ausgefallene Heizungsanlagen, Zeitschaltuhren oder Radiowecker.

Wie der Stromanbieter bestätigt, sorgte Dienstagnacht gegen 0.40 Uhr ein Störfall in einer Verteilerstelle im Bereich Fliederstraße für eine Kettenreaktion. Insgesamt 26 Stromkästen schalteten sich aus Sicherheitsgründen ab, wie Andreas Köster, Pressereferent bei Mark-E, erklärt. „Die Verteiler sind nicht kaputt, dort waren die Sicherungen herausgesprungen.“

Nach Angaben des Versorgers blieben deshalb viele Haushalte im Bereich Berken und Hölterhaus, Lindenstraße, Birkenweg, Ahornweg, Thingslindestraße, in Loh und Herlinghausen ohne Strom. Im sozialen Netzwerk Facebook berichteten Bürger zusätzlich von Ausfällen im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße, Goethestraße, Wiesenstraße, Haunerbusch, Im Hofe und in Kierspe-Dorf.

Der Grund für die Störung war laut des Pressereferenten ein Defekt in einem 10 000-Volt-Erdkabel im Mittelspannungsnetz. Ein sogenannter Endverschluss, also die Verbindungsstelle zweiter Kabelteile, sei beschädigt worden.

Keine Gefahr für Haushalte durch Überspannung

Die Ursache des Schadens könne man noch nicht genau benennen, so Köster. Eine Gefahr durch Überspannung habe für die betroffenen Bereiche aber nicht bestanden, erklärt der Unternehmenssprecher. „Das Niederspannungsnetz, mit dem die Haushalte verbunden sind, ist abgesichert. Der Strom fiel, anderes als bei einem Blitzeinschlag, einfach aus.“

Aufgrund des großen Rings, der sich um den fehlerhaften Verteiler spannt, sei es zu dem weitreichenden Ausfall gekommen, heißt es seitens des Unternehmens. Köster: „Der Vorteil unseres engmaschigen Stromnetzes ist es, dass wir relativ schnell über andere Kabelstrecken die Versorgung wieder herstellen konnten.“

Nachdem die zentrale Leitwarte von Mark-E in Hagen die Störung feststellte, sei der Bereitschaftsdienst verständigt worden. „Unsere Mitarbeiter sind dann zur Schadensstelle und zu den ausgefallenen Stromkästen gefahren. Da aber alle Verteiler von Hand hochgefahren werden müssen, gingen einige Stationen schneller als andere wieder ans Netz“, sagt der Pressesprecher. Gegen 2.10 Uhr hätten etwa die Anwohner im Bereich der Lindenstraße als erste wieder Strom gehabt, gegen 3.10 Uhr dann auch in Berken und Hölterhaus. Um 3.29 Uhr seien dann alle Kunden wieder versorgt gewesen.

Reparaturen am defekten Kabel im laufenden Betrieb

Am Donnerstag soll das defekte Kabel an der Fliederstraße freigelegt und anschließend repariert werden. Dazu soll im laufenden Betrieb der betroffene Strang ausgetauscht werden. „Die Kunden sollten davon nichts mitbekommen, da die Versorgung über andere Leitungsstrecken gewährleistet ist“, sagt Köster.


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