Sechs Gebäude am Tag des offenen Denkmals geöffnet

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Schmiedevorführungen gibt es am 8. September im Schleiper Hammer. Eine Etage höher laufen die Bakelitpressen.

Kierspe - Wie eine Insel ragt Kierspe aus der Karte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz heraus. Nur eine Nachbarkommune beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals. Kierspe dagegen ist gleich mit sechs Denkmälern dabei.

Rund 8000 Denkmäler öffnen am Sonntag, 8. September, ihre Türen und Tore. In Kierspe hat es schon eine lange Tradition, die eigenen baulichen Schätze zu öffnen. Vor allem der Heimatverein nutzt den Tag, um zu zeigen, was er hat und worum er sich kümmert. Aber auch die Kirchengemeinden sind dabei und natürlicher der Brennereiverein. In einigen Bauwerken gibt es Führungen, in anderen kann sich auf eigene Faust umgeschaut werden. Und damit niemand hungrig nach Hause geht, gibt es auch an einigen Stationen Speisen und Getränke.

Bakelitmuseum 

Im Verzeichnis der Stiftung Denkmalschutz steht zwar das Alte Amtshaus. Zutritt bekommen die Besucher an diesem Tag aber nur zum Bakelitmuseum. Stadtarchiv und Volkshochschule bleiben dem Besucher an diesem Tag verborgen. Das Bakelitmuseum ist an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Mitarbeiter des Heimatvereins stehen bereit, um den Besuchern Museum und Exponate näher zu bringen.

Schleiper Hammer 

Der Schleiper Hammer, der seit 1815 bekannt ist, und in dem in früheren Jahren unter anderem Afrikaspaten hergestellt wurden, ist heute vor allem als außerschulischer Lernort über die Grenzen Kierspes hinaus bekannt. Im Erdgeschoss finden sich Feder- und Fallhämmer, die natürlich am Tag des offenen Denkmals in Betrieb genommen werden. Eine Etage höher stehen Bakelitpressen, die noch voll funktionstüchtig sind. Die Vorsitzende des Heimatvereins, Silvia Baukloh, verspricht, dass die Besucher auch selbst aktiv werden können – sowohl an den Pressen als auch in der Schmiede. Geöffnet ist der Schleiper Hammer an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr. Der Heimatverein bietet mittags eine Suppe und kalte Getränke an, nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen.

Frisches Brot gibt es für die Besucher, die am Tag des offenen Denkmals die Rhader Mühle besuchen.

Rhader Mühle 

Der Duft frisch gebackenen Brotes soll am 8. September durch das Backhaus der Rhader Mühle ziehen. Denn unter der Leitung von Anke Zacharias soll in dem historischen Gebäude, das noch bis 1960 als Mahlmühle und Bäckerei betrieben wurde, Brot gebacken und verkauft werden. Dann können sich die Besucher auch erkundigen, welche Pläne der Heimatverein mit dem Gebäude in Zukunft hat. Geöffnet ist die Rhader Mühle von 11 bis 17 Uhr.

Historische Brennerei 

Verpflegt werden die Besucher auch in der Historischen Brennerei. Noch bis vor einigen Jahren wurde in dem ortsbildprägenden Gebäude in Rönsahl Schnaps gebrannt – heute wird dort Bier gebraut. Am Tag des offenen Denkmals können sich die Besucher die Brauerei, die Reste der Brennerei, die als keines Museum eingerichtete Heimatstube und eine Modelleisenbahn im Obergeschoss anschauen. Bei gutem Wetter öffnet der Biergarten, in dem dann Brotzeit serviert und natürlich auch das Rönsahler Landbier ausgeschenkt wird. Sollte das Wetter dies nicht zulassen, gibt es aber auf jeden Fall Bockwürstchen mit Brot. Geöffnet ist die Historische Brennerei von 11 bis 17 Uhr, Führungen finden von 11 bis 18 Uhr statt.

Kirche St. Josef 

In dem Text der Stiftung Denkmalschutz heißt es über die katholische Kirche: „1959 bis 61 unter Gottfried Böhm gebaut. Die gesamte Anlage mit Kirche, Sakristei und Pfarrhaus bildet ein Rechteck. Innenhof mit schlichtem, kreisrunden Brunnen, Turm mit balusterartig durchbrochenem Glockengeschoss, schiefergedeckt, neue Farbgebung bei Restaurierung, Einbau einer neuen Orgel.“ Vor allem, weil der Architekt Gottfried Böhm das Gotteshaus entworfen hat, ist dieses über die Grenzen Kierspes bekannt. Geöffnet ist die Kirche von 9 bis 18 Uhr.

Margarethenkirche 

200 Jahre wird die Margaretenkirche, wie sie heute steht, in diesem Jahr. Ursprünglich stammt der Baukörper aus dem 13. Jahrhundert, genau wie der sechseckige Taufstein, der heute neben dem Altar steht. Die restaurierte Roetzel-Orgel stammt aus dem Jahr 1828, wobei der Prospekt auf einen Entwurf von Karl-Friedrich Schinkel zurückgeht. Am Tag des offenen Denkmals finden Kirchen- und Turmführungen statt. Auch ist eine Besichtigung des historischen Dachstuhls in kleinen Gruppen möglich. Historische Aufnahmen der Kirche und ihres Umfeldes werden im Rahmen einer Präsentation im Kircheninneren gezeigt. Geöffnet ist die Kirche von 12 bis 18 Uhr.

In der Nachbarschaft 

Nur wenige Autominuten von Rönsahl entfernt, öffnet am Tag des offenen Denkmals auch das Bergisch-Märkische Pulvermuseum in Wipperfürth-Ohl. Gut 200 Jahre alt ist Haus Ohl. Der Heimat- und Geschichtsverein Wipperfürth betreibt in Teilen des Hauses das Pulvermuseum. Hier können sich Besucher über die Schwarzpulverindustrie, die vom 17. bis ins 20. Jahrhundert den Ort Rönsahl und das Wipper- und Kerspetal prägte, informieren. Geöffnet ist das Haus an diesem Tag von 14 bis 17 Uhr. Um 12 Uhr startet eine Wanderung zu den Ruinen der Pulvermühle an der Wipper, weitere Führungen im Haus sind nach Bedarf ebenfalls möglich.

Weitere Informationen 

Informationen zum Tag des offenen Denkmals, zu den rund 8000 geöffneten Denkmälern, zu Ansprechpartnern und Anmeldungen finden sich auf der Seite www.tag-des-offenen-denkmals.de im Internet. 

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