Mann liegt tot in seiner eigenen Wohnung

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Die Löschzüge 1 und 2 der Freiwilligen Feuerwehr, ein Rettungswagen, der Notarzt, Polizei und Kriminalpolizei waren gestern im Springerweg im Einsatz. ▪

KIERSPE ▪ Einen grausigen Fund machte in der Nacht zu Mittwoch die Polizei am Springerweg. Weil sein als sehr zuverlässig geltender Mitarbeiter am Morgen nicht an seiner Arbeitsstätte erschienen war, fuhr der besorgte Chef zur Wohnung seines Angestellten. Obwohl das Auto vor dem Haus stand, öffnete der Mitarbeiter die Wohnungstür aber nicht. Daraufhin rief der Chef die Polizei, die die Tür aufbrach. In der völlig verqualmten und verrußten Wohnung fanden die beiden Beamten die Leiche des 53-Jährigen. Darum wurden die Feuerwehr, Notarzt und Rettungswagen alarmiert.

Die Wehrleute kamen daraufhin mit vier Einsatzwagen der Löschzüge 1 und 2. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten untersuchten sie die Wohnung mit einer Wärmebildkamera, fanden aber keine weiteren Brandnester, da das Feuer offenkundig schon nicht mehr brannte, als die Beamten die Wohnung betreten hatten.

Damit der Qualm nicht ins Treppenhaus gelangte, wurde ein mobiler Rauchverschluss in der Wohnungstür installiert, außerdem wurde das Treppenhaus mit einem Lüfter versorgt, so dass der Rauch nicht noch andere Wohnungen in Mitleidenschaft ziehen konnte.

Da die Brand- und Todesursache des Mannes zunächst unklar waren, zogen die Beamten die Kriminalpolizei hinzu, die nun versuchen wird, den Tathergang zu rekonstruieren. Auch ein Notfallseelsorger war vor Ort, der sich um die übrigen Hausbewohner kümmerte. ▪ isas

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