Kindergarten: Anziehende und abstoßende Forschung

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Leonie und Annabel haben in den vergangenen Wochen viel über Magnete gelernt.

Kierspe - Wie von Geisterhand bewegt sich eine Büroklammer über den Tisch im Gruppenraum der Awo-Kita Liederwiese an der Straße Haunerbusch. Der Trick dahinter: Leonie hält unter dem Tisch einen Magneten in der Hand, mit dem sie die Klammer dirigiert.

Von Birgitta Negel-Täuber 

Am Tisch daneben zeigt Christof, dass ein Magnet jeden Kompass außer Gefecht setzt, weil die Kompassnadel zu rotieren beginnt. Zehn Kinder haben in den vergangenen sechs Wochen an einer Experimentier-AG teilgenommen, bei der das Phänomen des Magnetismus im Mittelpunkt stand. Was haben Süd- und Nordpol mit Magnetismus zu tun? Welche Magneten gibt es und was können sie bewirken, waren Fragen, die dabei geklärt wurden.

Während der letzten AG-Stunde zeigten die Kinder ihren Eltern, was sie alles gelernt hatten und ließen mit kleinen und großen Magneten Nägel und Spielzeugautos durch die Luft fliegen. Eine Urkunde gab es zum Abschluss ebenfalls.

Erzieherin Sylvia Glasenapp ist in der Kita am Haunerbusch für die Naturwissenschaften zuständig und hat dazu im Rahmen des Enervie-Förderprogramms an einer Fortbildung der Mark-E teilgenommen. Wasser, Luft, Strom und eben Magnetismus sind Themen, die sie seitdem in Lerneinheiten von jeweils sechs Stunden mit Kindern ab vier Jahren bearbeitet.

Die jungen Forscher sind offen und neugierig und erhalten Antworten auf viele „Warum- und Wieso-Fragen“: Wie kommt ein Gewitter zustande? Warum kommt der Strom aus der Steckdose? Und wieso kann man mit einem Magneten Stecknadeln aufsammeln?

Mit der Förderung des Fachkräftenachwuchses kann man gar nicht früh genug anfangen. Für den Sponsor ist es deshalb wichtig, dass die Kinder frühzeitig mit Themenstellungen zu Natur, Technik und Umwelt in Berührung kommen und damit positive Lernerfahrungen machen; die Pädagogen erhalten kostenfreie Fortbildungen und die Kinder lernen Neues und haben Freude am Experimentieren – also eine echte Win-Win-Situation. Dass mit dem Wissen das Selbstvertrauen wächst, ist dabei ein weiterer, positiver Nebeneffekt.

Die Arbeitsgemeinschaften würden gut angenommen von Eltern und Kindern, sagte Sylvia Glasenapp. Im nächsten Halbjahr gehe es weiter mit den AGs, dann aber mit einem anderen Thema.

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