Märkische Werkstätten in Kierspe nach Umzug zufrieden

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Ein Großteill der Stellfläche im Hochregallager wird mittlerweile benötigt. Etwas an Platz – und damit die Möglichkeit für weitere Aufträge interessierter Unternehmen – ist aber noch vorhanden.

Kierspe - „Wir sind angekommen!“ Wolfgang Lill, Leiter der Märkischen Werkstätten des Evangelischen Johanneswerkes, ist fast zehn Monate nach dem Umzug der Einrichtung aus der ehemaligen Schule in Rönsahl in den Neubau im Gewerbegebiet Kiersperhagen zufrieden, wie es im neuen Domizil läuft.

So ist der Werkstattbereich, der eigentlich auf 120 Plätze ausgelegt ist, mit fast 130 Personen mehr als voll besetzt. Auch der 16 Plätze umfassenden Pflege- und Arbeitsbereich für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, den es zuvor in Rönsahl überhaupt nicht gegeben hatte, ist nahezu komplett belegt. „Insgesamt haben wir bei einigen Abläufen aber noch Luft nach oben, was vor allem daran liegt, dass wir versuchen mit den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden zu wachsen“, sagt Lill.

Lagerplatz für 750 Europaletten

Seit der Inbetriebnahme des Hochregallagers mit Stellplätzen für 750 Europaletten und einer Gesamtgröße von 600 Quadratmetern, habe sich der Kundenstamm weiter vergrößert, berichtet Lill. In Rönsahl hatten diese größeren Lagerflächen gefehlt, so dass hauptsächlich Montagearbeiten angeboten werden konnten. „Jetzt haben wir uns auch auf serielle Verpackungen spezialisiert“, sagt Lill. In großen Stil sortieren und verpacken die Werkstatt-Mitarbeiter in Kierspe nun unter anderem verschiedene Glaserzeugnisse und stellen Kartonagen auf.

Ziel: Menschen mit Behinderung auf erstem Arbeitsmarkt vermitteln

Die Verpackung von Glasprodukten ist eine der Schwerpunktarbeiten in den Märkischen Werkstätten in Kierspe.

Besonderes Augenmerk legen die Verantwortlichen am neuen Standort weiterhin auf die berufliche Bildung mit dem Ziel, möglichst viele Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu können. "In den vergangenen Jahren haben wir es immer geschafft, drei bis vier Personen dort unter zu bekommen.

Spitzenwert im NRW-Vergleich

Im NRW-weiten Vergleich ist das ein absoluter Spitzenwert und zeigt, dass der Weg in eine Werkstatt keinesfalls eine Einbahnstraße ist“, sagt Richard Raatz, Regionalleiter der Märkischen Werkstätten. Bereits ab September würden deshalb über diese Qualifizierung weitere Menschen mit Behinderung an das Arbeitsleben herangeführt.

Für Samstag, 27. Juni, laden die Verantwortlichen der Märkischen Werkstätten zu ihrem Werkstattfest in die Einrichtung am Kiersperhagen ein. Der Tag der offenen Tür soll für alle Interessierten von 12 bis 18 Uhr stattfinden.

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