Kirche platzt beim Adventskonzert aus allen Nähten

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Zu einem Adventskonzert hatte der Männerchor Kierspe 1899/1900 in die Kirche St. Josef eingeladen.

Kierspe – „Wenn Sie bisher noch nicht so recht in Weihnachtsstimmung gekommen sind, so werden Sie nach dem Konzert ein ganzes Stück weitergekommen sein“, versprach Josef Goß vom Männerchor Kierspe den Besuchern des Adventskonzertes am Sonntag in der aus allen Nähten platzenden Kirche St. Josef.

Und mit dem Versprechen dürfte er bei vielen Besuchern Recht gehabt haben. Es war ein ruhiges, bewegendes, auf Weihnachten einstimmendes Konzert, welches der Männerchor Kierspe mit den beiden Gastchören den Besuchern bot. Unterstützt wurde er vom Frauenchor Mrs. Voice und dem Projektchor Oberbrügge-Ehringhausen. Alle drei Chöre stehen unter dem Dirigat der Musikdirektorin MD Sofia Wawerla. Aber auch die Sänger untereinander kennen sich zum großen Teil. Gemeinsam ist man schon aufgetreten und im vergangenen Jahr waren viele von ihnen auf einer Konzertreise im russische Omsk.

Mit „Weihnachtszauber“ begann der Gastgeber den Nachmittag. Lieder von Engeln oder dem schönsten Weihnachtsbaum setzten den Auftakt fort. Josef Goß führte durch das Programm, erzählte hier mal etwas über den auftretenden Chor oder verriet über den Komponisten Wissenswertes. Mrs. Voice ist ein Frauenchor, der bei diesem Konzert seinen ersten Auftritt hatte. Sechs Frauen zeigten, dass auch mit wenigen Stimmen gute Chormusik gemacht werden kann. „I have a dream“, „Die Rose“ oder „Mariä Wiegenlied“ waren der Einstand des jungen Chores. Im Laufe des Abends wurden die Besucher ins oberitalienische Bergland gelockt, das Läuten der Weihnachtsglocken wurde besungen und auch die Christrose. Sehr schön war das Ave Maria von C. R. Caccini, welches Mrs. Voice sangen. Es war eine unbekannte Version des Ave Maria und sollte nach Josef Goß eher als ein Gebet gesehen werden. Hörenswert war auch das Solo von Mutter und Tochter Lena und Britta Vesper vom Oberbrügger Projektchor. Sie hatten sich das Ave Maria von Schubert mit einer Textversion von Helene Fischer ausgesucht. Ans Herz ging ein Werk von Karl Jenkins, das Adiemus. Die Sprache war unwesentlich, es kam hier nur auf die Harmonien der Melodie an und die setzte der Projektchor hervorragend um.

Viel Beifall erhielt beim letzten Set Dieter Waldhelm mit seinem Solo in dem Lied „Jerusalem“ von Fritz Ihlau. Sein Gesang war herzbewegend und kaum jemand aus dem Publikum konnte sich dem Zauber dieses Liedes entziehen.

Zwei Stunden adventliche und weihnachtliche Musik bekam das Publikum von den drei Chören zu hören. Zum Ende des Nachmittages dürfte das Versprechen von Josef Goß eingetroffen sein, die Besucher waren der Weihnachtsstimmung ein ganzes Stück weiter gekommen sein.

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