Auf Tour mit Stern und Gesang

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Aussendung: Pastor Stefan Beilecke freute sich über das Engagement der Mädchen und Jungen, die sich in der Kirche St. Marien am Samstagmorgen noch einmal zu einem Gruppenbild aufstellten.

Meinerzhagen – „Denkt an die Regencapes“, ruft Anette Kraus in das Getümmel von gut 30 Jungen und Mädchen, die sich mit tatkräftiger Unterstützung der erwachsenen Begleiter ihre Königsgewänder überstreifen. In der Kirche St. Marien ist es noch gemütlich, doch draußen fällt ein kalter Nieselregen. Das hält die jungen Sternsinger aber nicht davon ab, wie geplant die Familien und Geschäftsinhaber in der Stadt zu besuchen.

Nach dem Ankleiden im Gemeinderaum ging es in die Kirche. Dort richtete Stefan Beilecke am Samstag im Rahmen der Aussendung einige Worte an alle Teilnehmer der Sternsingeraktion. Auch der neue Pastor machte sich danach mit einer der Gruppen auf den Weg – nicht zuletzt, um seine Wirkungsstätte kennenzulernen. „Wenn ich bis zur Mittagspause nicht zurück bin, wisst ihr, dass ich mich verlaufen habe,“ merkte Beilecke an. Aber natürlich passten die jungen Gemeindeglieder gut auf den Geistlichen auf.

Dann ging es hinaus zu den vielen Häusern und Geschäften. Die erwachsenen Begleiter wussten, wer die jungen Sternsinger schon erwartete. Dabei klingelten sie nicht nur an den Türen von katholischen Gemeindegliedern. Auch andere Meinerzhagener Bürger freuten sich über das Lied und den Segen zum Dreikönigstag. Dazu gehörte die Inschrift am Türbalken, versehen mit der aktuellen Jahreszahl. Die drei Buchstaben entstammen der lateinischen Sprache und bedeuten „Christus segne dieses Haus“. Früher haben die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar die Inschrift mit geweihter Kreide auf Tür oder Türrahmen geschrieben. Mittlerweile kommen aber meist geweihte Aufkleber mit der Aufschrift zum Einsatz. Durch die kleine Zeremonie soll Gottes Segen auf das Haus und seine Bewohner übergehen und so die Menschen vor Unglück schützen.

Als Dankeschön für den Besuch gab es in der Regel Geldspenden in die mitgeführten Sammelbüchsen. Oft erhielten die Jungen und Mädchen als zusätzliches Dankeschön aber auch Süßigkeiten. Die wurden zum Abschluss der Aktion gesammelt und an alle Beteiligten verteilt. „Die Kinder nehmen aber gar nicht so viel, wie man denkt. Deshalb bleibt immer ein großer Teil übrig, den wir an die Meinerzhagener Tafel weitergeben“, berichtete Organisatorin Anette Kraus. Sie hatte zusammen mit Regina Löper-Kappes und Manuela Steller-Lübke die diesjährige Sternsingeraktion der katholische Gemeinde St. Immaculata wieder organisiert.

Kinderhilfsprojekte in der ganzen Welt profitieren von dem gespendeten Geld. Das Beispielland war dieses Jahr Peru. Dort gibt es unter anderem das Projekt Yancana Huasy, dessen Mitarbeiter sich um die Förderung von Kindern mit Behinderungen kümmern. Entsprechend lautete das aktuelle Sternsingermotto: „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“.

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