Freitag ist ein wichtiger Tag für 1200 Gesamtschüler

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Diese Jugendlichen stellen sich in drei Teams zur Schülersprecherwahl. Vorne sitzend ist das „Team United“, in der Reihe dahinter „We for You“ und in der hinteren Reihe das „A-Team“.

Kierspe - Für rund 1200 Schülerinnen und Schüler der Kiersper Gesamtschule (GSK) ist der Freitag ein besonders wichtiger Tag. Sie sind aufgerufen, ihre Schülersprecher zu wählen, und das geht in Kierspe anders als an anderen Schulen.

An der GSK wählen alle Schüler ihre Schülersprecher direkt und nicht, wie sonst üblich, durch den Schülerrat.

„Von der Stadt Kierspe haben wir die Originalwahlurnen und Wahlkabinen erhalten“, informierte Johannes Heintges, Schulleiter der GSK. „Die Schüler wählen klassenweise, dennoch gibt es bei uns keinen Wahlzwang. Auf dem Stimmzettel haben die Schüler die Möglichkeit neben den einzelnen Teams auch ‘Enthaltung’ auszuwählen.“ Ein wenig wie bei einem richtigen Wahlkampf ging es bei dieser Wahl zu.

Wahlplakate hingen in den Fluren aus, und auch eine Wahlveranstaltung im Pädagogischen Zentrum fand statt. Hier stellten die 18 Mädchen und Jungen ihr Wahlprogramm vor. So hat sich das „Team United“ vorgenommen, die Vertretungspläne zu überarbeiten, die Schule in den Medien präsent zu machen, sich für die Wiedereröffnung der Alten Mensa einzusetzen und auch für mehr Sitzgelegenheiten.

Des Weiteren wollen sie das Thema fehlender und defekter Toiletten angehen, sind für eine Schule ohne Rassismus, für die Ausarbeitung des Tabletprogrammes sowie für Spendenaktionen. Auch sind sie offen für die Ideen ihrer Mitschüler. „Wir sind für Euch da und nicht für uns selbst!“, das hatte Zoe Berger von dem Team „We for You“ auf ihrem Wahlplakat stehen und bat um Vorschläge, die sie realisieren möchte.

Das „A-Team“ setzt sich auch für mehr Sitzmöglichkeiten auf dem Schulgelände ein, für eine Schule ohne Rassismus, für Bälle für die Unterstufen. Ebenso hat es die Themen Toiletten, Alte Mensa und Medien in seinem Programm.

Ein Thema beschäftig alle drei Teams aber ganz besonders. Sie alle wollen, dass die Abschiebung einer Mitschülerin nicht vollzogen wird und sie in Deutschland bleiben darf. Dafür wollen sie sich vorrangig einsetzen. Jahrgangsweise stellten die drei Teams sich und ihr Programm ihren Mitschülern vor, was bei der Größe der Schule über den ganzen Vormittag ging. Heute wird nun gewählt und die Schüler treffen ihre Entscheidung, von welchem Team sie sich besser vertreten fühlen.

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