Bitten um Spende für Kinder im Libanon

Kierspe – Schon die kleinsten Sternsinger sind „alte Hasen“. Die wenigsten unter ihnen sind zum ersten Mal mit dabei, die meisten von ihnen schon das dritte oder vierte Mal.

Es sind die katholischen Gemeinden, die die Sternsingeraktionen organisieren und so sind es auch vielfach Kinder aus katholischen Familien, die da mitmachen, doch nicht nur. Im Laufe der Jahre wurden es immer mehr Mädchen und Jungen aus evangelischen, nichtchristlichen oder sogar muslimischen Familien, die sich bereit erklärten, für Kinder in armen Ländern von Tür zu Tür zu gehen, zu singen und um Spenden zu bitten. In diesem Jahr sind 28 Kindern aus Kierspe und neun Kinder aus Rönsahl unterwegs.

„Das ist weniger als in den vergangenen Jahren“, informierte Birgit Raphael-Nowack, die die Organisation für St. Josef übernommen hat. In Rönsahl hingegen laufen die Fäden bei Georg Seidel zusammen. „Die Folge davon ist, dass nicht mehr so viele Bezirke besucht werden können“, so Birgit Raphael-Nowack. Nachdem die Kinder schon vor dem Jahreswechsel die ersten Familien besucht hatten, gab’s am Donnerstag mehrere wichtige Termine. Für die hatten sie sich aufgeteilt. Eine Gruppe besucht das Familienzentrum St. Josef, die Rönsahler Sternsinger waren bei Bürgermeister Frank Emde und zwei weitere Gruppen waren in der Seniorenresidenz und dem Awo-Seniorenzentrum.

Die Sternsinger im Rathaus bekamen vom Bürgermeister Frank Emde eine Geschichte vom Glückspilz und dem Kind vorgelesen, in dem es darum ging, dass man nicht nur glücklich sein kann, wenn eigene Wünsche erfüllt werden. Glücklich kann man auch sein, wenn man anderen eine Freude macht. „Gloria, Gloria“, sangen die Mädchen und Jungen überall und erbaten eine Spende für die armen Kinder im Libanon, die sie dann auch bekamen. Mias Aufgabe war es, den Segensspruch an die Rathaustür 20*C+M+B+20 (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) zu kleben. Nicht nur mit offenen Armen und freundlichen Gesichtern wurden die Kinder empfangen. So berichtete Celine aus Rönsahl, dass sie zu Beginn der Sternsingeraktion erkältet war und keine Stimme hatte. „Da war ein unfreundlicher Mensch, der sagte zu mir, ich solle aufhören zu singen, weil es sich schrecklich anhöre.“ Doch das war eine Ausnahme.

Am Samstag werden die Sternsinger auch noch unterwegs sein. Am Samstag und Sonntag sind sie in den Messen in Rönsahl in der Servatiuskirche und am Sonntag in St. Josef. Am Montag gehen die Rönsahler noch „über die Grenzen“, das heißt nach Ohl und in die umliegenden Dörfer. Erst dann wird das Ergebnis der diesjährigen Sternsingeraktion feststehen.

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