Kiersper Gesamtschüler tauchen in die Arbeitswelt ein

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Das Autohaus Knabe in Kierspe beschäftigt insgesamt fünf Praktikanten der Gesamtschule.

Kierspe - 204 Schüler der Gesamtschule Kierspe absolvieren zurzeit ein Bertiebspraktikum.

Die Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe 9 konnten sich selbst ein Unternehmen aussuchen, in dem sie die dreiwöchige Praktikumszeit verbringen. „Diese findet bei uns immer nach den Herbstferien statt“, sagt Andreas Seel, Lehrer und Praktikumsvermittler der Gesamtschule.

Im Vorfeld werden Bewerbungen, Lebensläufe und alles, was dazu gehört, im Fach Arbeit und Wirtschaft (AW) thematisiert. „Bereits in der achten Klassen haben die Schüler ein Praktikum gemacht“, so Seel. Eine Woche lang sind die Mädchen und Jungen da in die Arbeitswelt eingetaucht. Allerdings sei das erste Praktikum von der Schule organisiert worden.

Neben dem Schreiben der Bewerbungen müssen die Praktikanten ein Heft mit verschiedenen Fragen zur Arbeitsstelle ausfüllen. Wann wurde das Unternehmen gegründet? Für welche Berufe bietet der Betrieb Ausbildungsplätze an? Welche Rolle spielen Computer? Wie verlief der erste Tag im Betrieb? Die Praktikanten sollen dazu Arbeitsblätter ausfüllen. „Das Heft mit den Fragen sponsert uns die Sparkasse“, erklärt Seel.

Nach den drei Wochen – momentan befinden sich die Schüler in der letzten Woche – müssen sie außerdem einen Bericht über diese Zeit anfertigen. Auch die Betriebe bewerten ihre Schützlinge. „Alle Angaben werden dann ausgewertet“, so Seel. Die Reflexion geschehe im Unterricht.

"Es ist alles gut gelaufen"

Andreas Seel begleitet die Schüler zum ersten Mal bei ihren Praktika. In der ersten Woche gibt es eine Art „Kontrollanruf“ bei dem Unternehmen. Später kommt ein Betreuer vorbei, um sich die Arbeit anzuschauen. „Es freut mich sehr, dass alle einen Praktikumsplatz bekommen haben“, sagt Seel. „Es ist alles gut gelaufen. Wir haben bisher nur positive Rückmeldungen bekommen.“ Er betont außerdem, dass sich viele Firmen auch wirklich viel Mühe machen würden. „Das finde ich echt stark.“

Etwa die Hälfte der Schüler macht ein Praktikum in Kierspe. Betriebe in Meinerzhagen und Lüdenscheid sind ebenfalls begehrt. „Wir haben auch ein paar Exoten dabei“, lacht der Lehrer für Mathe und Sport. Der Schüler Julian Weichler absolviert sein Praktikum in Dachau in Bayern im Autohaus Rapp. Seine Mitschülerin Emely Schlaupitz arbeitet drei Wochen land in der Antonius-Apotheke in Kaarst bei Düsseldorf. Martin Dreit pendelt jeden Morgen nach Dortmund in die Wirtschaftskanzlei „audalis“. Auch in Siegen und Werdohl haben zwei Mädchen eine Stelle gefunden.

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