Lösungsmöglichkeiten für Problemstellen aufzeigen

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Kurz vor dem Bahnübergang Bollwerk gibt es eine Problemstelle für den Volmetalradweg: Auf der einen Seite verläuft der Schienenstrang dicht an der Bundesstraße 54, auf der anderen fließt die Volme (unter der Leitplanke zu sehen), so dass eine alternative Linienführung gewählt werden muss.

Kierspe - Es sind nicht nur technische Fragen zu klären, es gilt auch, topografische und eigentumsrechtliche Probleme zu lösen. Aus diesem Grund ist ein externes Büro damit beauftragt, Lösungsmöglichkeiten für die Linienführung und das Anlegen des Volmetalradwegs zu finden. Insgesamt wird dieser Radweg zwischen Meinerzhagen und Schalksmühle 23,5 Kilometer lang sein.

„Die Linienführung besteht“, sagt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde Schalksmühle und Projektbeauftragter der Oben an der Volme-Kommunen für den Radweg. Auf dem Gebiet der Gemeinde Schalksmühle soll dafür das zweite stillgelegte Eisenbahngleis genutzt werden.

Insgesamt ist geplant, so Rainer Schürmann, Sachgebietsleiter Bauverwaltung und Planung der Stadt Kierspe, den Volmetalrad parallel und in Sichtweite zur Bundesstraße 54 zu führen. Das sei aber nicht überall so einfach möglich. Der Sachgebietsleiter nennt das Beispiel kurz vor dem Bahnübergang Bollwerk. Dort stehe auf der einen Seite eine Mauer der Bahntrasse und auf der anderen fließe die Volme. Dort einen Weg anzulegen, sei nur mit einem immensen Aufwand möglich.

Eine mögliche Lösung ist, den Radweg am Obergraben des Sessinghauser Hammers (hinten) verlaufen zu lassen.

Eine Überlegung sei, den Obergraben zum Sessinghauser Hammer für den Weg zu nutzen. Dafür sei dann aber eine Brücke über die Volme notwendig. Der steile Hang sowie Eigentumsverhältnisse seien weitere Faktoren – aus diesem Grund wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, die Lösungsmöglichkeiten aufzeigen soll.

Bahnübergänge: Sicherung fehlt noch

Das gelte insbesondere auch für die Stellen, wo der Volmetalradweg die Schienen überqueren müsse, macht Oliver Emmerichs deutlich. Von diesen Bahnübergängen gibt es auf Kiersper Gebiet mindestens zwei: Der Radweg kommt von Neuebrücke hoch, kreuzt die Schienen und könnte dann auf der Windfuhr und Wehestraße weitergeführt werden.

Der zweite Bahnübergang ist der mit dem ehemaligen Drehkreuz an der Straße Windfuhr, wo die Radfahrer dann eine Zugangsmöglichkeit zum Volme-Freizeitpark erhalten würden. Diese beiden Bahnübergänge sind aber – wie eine Reihe weiterer – noch nicht nach modernen technischen Standards gesichert, sondern derzeit noch mit Splitthaufen und Bauzäunen gesperrt. Die Bahn habe dort also noch neben Andreaskreuzen Rotlichtern und, je nach Frequentierung, Halbschranken anzubringen.

Abhängigkeiten von Bahn und Straßen.NRW

Ebenso ist in Kierspe am Bahnhof noch ein Bahnsteig und ein Ausweichgleis zu bauen, was ebenfalls Einfluss auf den Volmetalradweg hat. Denn dieser verläuft von der Wehestraße, kreuzt möglicherweise die Kölner Straße und geht weiter am ZOB entlang in Richtung Oberbrügge.

Völlig offen bleibt dabei die Frage, ob beim Bau oder der Verbreiterung der Eisenbahnbrücke über die Kölner Straße eine parallel verlaufende Radbrücke gebaut werden kann. Was letztlich ebenfalls von der endgültigen Planung der Verlegung der B 237 und des Baus eines Kreisverkehrs (Einmündung in die B 54) durch Straßen.NRW abhängt.

Die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie soll daher nicht nur Realisierungsmöglichkeiten für den Volmetalradweg aufzeigen, sondern gleichzeitig Alternativen für die Stellen, bei denen es nach derzeitigem Stand noch Probleme gibt.

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