Lüdenscheider Kammerorchster spielt in großer Besetzung

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Als Klangkörper mit bemerkenswerter Ausstrahlungskraft erwies sich das Lüdenscheider Kammerorchester unter Leitung von Dirigent Andreas Koch am Samstag in der Margarethenkirche.

Kierspe - Ein ganz besonderes Konzert spielte das Lüdenscheider Kammerorchester unter Leitung seines Kiersper Dirigenten Andreas Koch am Samstag in der sehr gut gefüllten Margarethenkirche und begeisterte damit das Publikum.

Sonst nur aus Streichern bestehend, wurde das Ensemble für die laufende Konzertreihe um eine umfangreiche Bläserbesetzung ergänzt und konnte deshalb mit mehr als 40 Musikern in Kierspe auftreten. Dementsprechend breit gefächert war dann auch das musikalische Repertoire.

Klassik und moderne Stücke im Einklang

Den Musikern gelang es klassisches Musikschaffen des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven mit Werken zeitgenössischer Komponisten so perfekt in Einklang zu bringen, als sei das die selbstverständlichste Sache.

"Klassische" Eröffnung

Nach der „klassischen“ Eröffnung durch die Ouvertüre zur Oper „Figaros Hochzeit“ von Mozart folgte sogleich der erste Zeitensprung mit der Darbietung eines Violinkonzertes des 1968 geborenen Lüdenscheider Komponisten und Pianisten Frank Zabel mit Bach-Metamorphosen für Solovioline und Kammerorchester. Dabei, wie auch bei den folgenden beiden Sonaten mit Romanzen in F- und G-Dur aus der Feder Ludwig van Beethovens, wusste insbesondere Solo-Violinist Johannes Gehring durch gestochen klar zum Ausdruck gebrachte Klangfarben zu gefallen.

Radermacher-Uraufführung der Höhepunkt

Ein weiterer – wenn nicht der eigentliche – Höhepunkt des Konzertes war die Uraufführung einer Komposition des inzwischen hoch betagten Kölner Komponisten Friedrich Radermacher. Seiner Tochter Christa widmete er sein im Jahre 2000 komponiertes dreisätziges Cellokonzert, das sie selbst zusammen mit ihren Musikerkollegen an diesem Nachmittag erstmals vorstellte.

„Haffner-Sinfonie“ als Abschluss

Den Abschluss des Konzertes bildete die Aufführung der Sinfonie No. 35 in D-Dur KV 385, auch bekannt als so genannte „Haffner-Sinfonie“ von Mozart. Auch für dieses heiter-beschwingte Werk in den Sätzen Allegro, Andante, Menuetto und Finale-Presto ernteten die Musiker lang anhaltenden Beifall. - cr

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