"Love-Scamming"

Teurer Flirt: Online-Kontakt kommt Kiersper teuer zu stehen

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Der Online-Flirt kann teuer zu stehen kommen.

Kierspe - Dieser Flirt war alles andere als heiß - dafür aber teuer: Ein Kiersper fiel jetzt über ein Dating-Portal im Internet auf eine dubiose Dame herein und wurde Opfer des "Love-Scamming". Was das ist und was die Polizei dazu sagt.

"Das Internet öffnet auch Betrügern Tür, Tor - und vor allem Geldquellen", weiß die Polizei im Märkischen Kreis, die jetzt auf einen besonders fiesen Trick aufmerksam macht.

Über ein Dating-Portal hatte ein Kiersper Kontakt erhalten zu einer Frau, die angeblich im europäischen Ausland lebt. Sie sei im Militär-Einsatz, gaukelte sie vor. Ständig habe es Notlagen in der Familie gegeben, berichtete sie dem arglosen Kiersper. Über verschiedene Wege transferierte der gutgläubige Portal-Nutzer binnen weniger Tage kleinere und größere Geldbeträge an verschiedene Personen rund um den Globus.

Opfer des "Love-Scamming"

Der Trick sei alt und wird von Ermittlern als "Love-Scamming" bezeichnet, sagt die Polizei. "Die Täter suchen ihre Opfer in Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken. Auf innigste Liebesbekundungen folgen schnell vermeintliche Hilferufe: Mal spiegeln die Betrüger eigene Notlagen vor, mal sollen enge Verwandte Hilfe benötigen.

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Da wurden angeblich Koffer gestohlen oder das Kind braucht eine lebenswichtige, teure Operation", berichten die Beamten aus ihrem Alltag. Auch die Behauptung, gerade im Militär-Einsatz zu stecken und deshalb nicht an das eigene Geld zu kommen, sei typisch. "Deshalb bitten die Täter(-innen) ihren vermeintlichen neuen Internet-Partner, Geld zu überweisen via Western Union oder MoneyGram. Die Täter setzen ihre verliebten Opfer einem hohen emotionalen Stress aus."

Täter verwenden gerne Prepaidhandys

Die Polizei warnt: "Telefonate oder Skype-Kontakte mit Bild bieten keine Gewähr, dass das Gegenüber ,echt` ist. Die Betrüger verwenden gerne Prepaidhandys, die eine Rückverfolgung fast unmöglich machen. Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt hat, kein Geld überweisen.

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