Sternsinger sind begeistert dabei

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Nicht nur katholische Kinder machen mit, auch diese Gruppe evangelischer Kinder ist mit Feuereifer dabei.

Kierspe - Einige der Sternsinger sind bereits alte Hasen: So ist Lotte Pies bereits zum neunten Mal dabei. Das Besondere: Sie ist evangelisch. Es sind die katholischen Gemeinden, die die Sternsingeraktionen organisieren und so sind es auch vielfach Kinder aus katholischen Familien, die mitmachen. Doch in Kierspe ist das ein wenig anders.

Denn: Im Laufe der Jahre wurden es immer mehr Mädchen und Jungen aus evangelischen oder sogar muslimischen Familien, die sich bereit erklärten, für Kinder in armen Ländern von Tür zu Tür zu gehen, zu singen und um Spenden zu bitten. So begann das auch bei Lotte Pies. „Ich war vier Jahre alt, als ich das erste Mal mitging“, erinnerte sie sich. „Meine größeren Geschwister waren damals schon aktiv dabei und da wollte ich dann auch mitmachen.“

Lotte ist auch eine Multiplikatorin. Ihrer Freundin Emely Grau hatte sie vom Sternsingen erzählt und nun ist diese in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Die beiden Mädchen sind jedoch nicht die einzigen in Kierspe, die nicht katholisch sind. Sie gehören zu einer Gruppe von inzwischen rund 14 Kindern, die ebenfalls mitmachen. Warum Lotte und ihre Freundinnen mit dabei sind?

Die Antwort kam bei ihnen wie aus der Pistole geschossen. „Weil man Kindern hilft. Auch macht es Spaß, mit den anderen Sternsingern zu singen und die vielen Süßigkeiten, die wir bekommen, sind toll.“ Lotte Pies ist in Rönsahl unterwegs, zusammen mit ihren Freundinnen Emely und Celine. Viele der Familien, bei denen sie klingeln, kennen sie. Kuriose Erlebnisse haben sie dabei auch. So machte ihnen einmal ein Mann die Tür auf, sagte entschieden „Ich habe keinen Bock darauf“, um die Tür vor den Nasen der Kinder zuzuknallen zu. Doch kurz darauf ging die Tür wieder auf und der Mann entschuldigte sich: „Das war unhöflich von mir.“

Am Donnerstag trafen sich die Sternsinger aus Kierspe und Rönsahl zu ihrem Sternsingertag. Mittags aßen sie gemeinsam im Gemeindehaus und danach besuchten sie alle zusammen das Rathaus. „Gloria, Gloria“, sangen sie und erbaten eine Spende für die armen Kinder in Peru, die sie dann auch bekamen. Lotte Pies Aufgabe war es, den Segensspruch an die Rathaustür 20*C+M+B+19 (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) zu kleben. Weiter ging es dann für die Kinder Richtung Seniorenheime. Dort sangen sie auch ihr Sternsingerlied, lasen Gedichte vor oder die Geschichte von der Weihnachtsmaus. Selbstverständlich hinterließen sie auch hier den Segensspruch 20*C+M+B+19.

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