Helit-Gebäude an Osemundstraße wird verkauft

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Bis Ende September sollen das Helit-Lager und die Logistik nach Falkensee verlagert werden

Kierspe - Wenn man in Zukunft vom ehemaligen Helit-Gebäude spricht, dann muss man klar machen, von welchem. Denn das Firmengebäude an der Osemundstraße wird verkauft. Außerdem werden die Bereiche Logistik und Lager geschlossen, wovon zehn Mitarbeiter und ein Auszubildender betroffen sind.

Die Bereiche Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung, Einkauf und Buchhaltung bleiben am Standort Kierspe, werden aber zukünftig Mieter im ehemals eigenen Gebäude sein. Das Lager und die Logistik werden zukünftig von der ECOM Logistik-Gesellschaft in Falkensee bei Berlin geführt. 

Bereits vor rund vier Jahren hat Helit die eigene Produktion von Schreibtisch-Accessoires beendet und diese von Firmen der Region im Auftrag herstellen lassen. In einem Gespräch mit der MZ sagte Helit-Geschäftsführer Rolf Bonsack vor zwei Jahren: „Unser Markt ist im Umbruch. Die ganze Branche steht vor der Aufgabe, sich neu zu erfinden. Das gilt nicht nur für Schreibgeräte, sondern auch für die Büro-Accessoires, die Helit im Programm hat.“ Hintergrund für die Entscheidungen seien strategische Überlegungen. 

„In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld für Büro- und Schulprodukte benötigt Helit Mittel für weiteres Wachstum. Die Erlöse des Gebäudeverkaufs und die mit der Verlagerung geplanten Einsparungen werden in das langfristige Wachstum der Marken Helit und Maped, der Schulmarke der Muttergesellschaft, investiert. In diesem Jahr wird Maped in Deutschland zum ersten Mal TV-Werbung bundesweit zum Schulanfang vornehmen“, erklärt Rolf Bonsack gegenüber der MZ. 

Betriebsrat verhandelt über Sozialplan für Helit-Mitarbeiter

Derzeit wird der Standort an der Osemundstraße genutzt, um rund 1000 Artikel von Helit und weitere 600 der Konzernmutter Maped zu konfektionieren und zu versenden. Spätestens bis Ende September soll die Verlagerung nach Falkensee abgeschlossen sein. „Mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan verhandelt, alle Logistik-Mitarbeiter sind über die Einzelheiten informiert. 

Die betroffenen Mitarbeiter, die zum Teil über lange Produktionserfahrung verfügen, werden bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen in der Region unterstützt“, so Rolf Bonsack, der nachschiebt, dass man dazu auch Gespräche mit den Firmen in der Nachbarschaft führe. Solch eine Firma ist es auch, die das Gebäude nun kauft und für seine Zwecke nutzen will. In Kierspe werden zukünftig in den genannten Abteilungen etwas mehr als 20 Mitarbeiter tätig sein.

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