Löschwasser richtet Schaden in Gesamtschule an

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Mit Saugern und Besen rückte die Wehr dem Wasser im ersten Obergeschoss zu Leibe. Trotzdem konnte sie nicht verhindern, dass große Mengen Wassers durch die Decke ins PZ und die Mensa gelangten. ▪

KIERSPE ▪ Nicht das Feuer, sondern vor allem das Wasser verursachte am Montag einen massiven Schaden in der Gesamtschule Kierspe. Gegen 12.30 Uhr und damit in der Mittagspause lösten die Feuermelder in der Arbeitsbibliothek der Gesamtschule Alarm aus, der eine Evakuierung des gesamten Gebäudes zur Folge hatte.

„Das hat trotz der Pausensituation erstaunlich schnell geklappt“, zeigte sich Schulleiterin Monika Hahn erleichtert. Das Feuer war aber nicht, wie zuerst vermutet, in der Bibliothek, in der sich Rauch gebildet hatte, ausgebrochen, sondern in einer Unterverteilung im ersten Obergeschoss. „Vermutlich hat es dort durch einen technischen Defekt einen Kabelbrand gegeben“, äußerte sich der Wehrleiter Georg Wüth in einer ersten Einschätzung nach dem Brand.

Die Kiersper Wehr, die mit rund 45 Ehrenamtlichen und acht Fahrzeugen aus beiden Löschzügen ausgerückt war, musste auch nur noch geringe Mengen Löschwasser einsetzen, um den Brand zu löschen. Trotzdem wurden die Räume und Flure rund um den Brandherd geflutet, da die Sprinkleranlage große Mengen Wasser freisetzte. Trotz des sofortigen Einsatzes der Wehr, die versuchte mit speziellen Saugern und Besen der Massen Herr zu werden, konnte nicht verhindert werden, dass große Mengen Wasser durch die Decke in das PZ und auch in die Mensa strömten. In diesen Räumen waren ebenfalls Wehrleute mit Saugern und Auffangbehältern bemüht, soviel Wasser wie möglich abzufangen. Ob es dabei gelingt, den erst vor kurzem verlegten Parkettboden zu retten, stand gestern noch nicht fest. Überhaupt sprachen die Experten der Wehr gestern von einem hohen fünfstelligen Betrag, der als Schaden durch den Brand und das Wasser zu verzeichnen sei.

Die Schüler, die begleitet von den Lehrern auf den Sammelplätzen unterhalb des Schulgeländes warteten, konnten anschließend nicht mehr in das Gebäude und hatten damit den Nachmittag frei. Da sie aber alle Taschen in der Schule zurücklassen mussten, hatten die wenigsten ihre Fahrkarten dabei, die eine kostenlose Heimfahrt garantieren. Ein Anruf der Leitstelle bei der MVG sollte dieses Problem lösen. Außerdem hatten sich einige Lehrer bereit erklärt, mit den Schülern an den Haltestellen zu warten, um den Busfahrern die Situation zu erklären.

Das Gebäude selbst konnte nach einer rund dreistündigen Aufräumzeit wieder betreten werden. Somit konnte der Schulbetriebe am Dienstag wieder aufgenommen werden.

Sorgen machte sich die Schulleitung gestern allerdings darum, ob die Abiturfeier, die für Freitag geplant ist, auch im Pädagogischen Zentrum stattfinden kann. Doch das wird sich wohl erst in den kommenden Tagen zeigen.

Das Rote Kreuz, das sowohl mit dem Rettungswagen aus Meinerzhagen als auch mit den Mitgliedern des Kiersper Ortsverbandes vor Ort war, bekam dann am Rande des Geschehens noch einen Einsatz. Eine Schülerin war infolge eines Schocks ohnmächtig geworden und musste, nach der ersten Versorgung durch den Notarzt, ins Krankenhaus gebracht werden. ▪ jobek

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