Touristen mit Tiny Houses locken

Auf dem Weg zur Attraktion

Tiny Houses - Gelzhäuser - Touristen - Belkenscheid
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So sieht ein erster Plan für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan in Belkenscheid aus.

Der Weg zu einer touristischen Attraktion in Kierspe geht nur über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan und diesen Weg haben Timo und Lisa Gelzhäuser nun beschritten. Die beiden wollen, wie bereits mehrfach berichtet, auf Belkenscheid mit ihren Tiny Houses für eine Touristen-Attraktion sorgen.

Kierspe - Daher haben sie sich entschieden, auf ihre Kosten einen Vorhaben- und Erschließungsplan einschließlich einer Begründung und eines Umweltberichts aufstellen und diesen mit der Stadt Kierspe abstimmen zu lassen. Das Ganze mündet dann in einem Durchführungsvertrag. Nach den Diskussionen und Beratungen in der Januar-Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung haben Lisa und Timo Gelzhäuser die Aufstellung solch eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragt.

Während die Tiny Houses direkt in Belkenscheid aus Borkenkäferholz – ökologisch, wiederverwertbar, nach Möglichkeit aus der Region – gefertigt werden, liegt die Fläche, auf der die Häuser aufgestellt werden sollen, ein wenig abseits. Allerdings stehen die Häuser auf sogenannten Schraubfundamenten, die jederzeit ohne Schädigung des Bodens wieder abgebaut werden könnten.

Lisa und Timo Gelzhäuser sind gewillt, in Kierspe eine neue Attraktion zu bieten und Gästen ein unvergessliches Naturerlebnis in Tiny Houses zu ermöglichen.

Zudem wird den Touristen ein autarker Aufenthalt versprochen: Strom kommt von Fotovoltaikanlagen, Wasser und Abwasser wird in Tanks gelagert, eine Komposttoilette wird regelmäßig gepflegt und geleert, außerdem können die Toiletten des Ferienhofs Belkenscheid genutzt werden. Das Fahren zu den Tiny Houses soll nicht erlaubt werden, stattdessen gibt es Bollerwagen fürs Gepäck. „Die Häuser sollen für Touristen als besondere Attraktion dienen und ein unvergessliches Naturerlebnis bieten“, schreiben Lisa und Timo Gelzhäuser in ihrem Antrag. „Wir vertreten dabei einen sanften und naturnahen Tourismus!“

Vonseiten der Verwaltung wird sowohl dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung vorgeschlagen, dass Verfahren für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans einzuleiten, was letztlich auch die Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange beinhaltet. Der Rat entscheidet dann im Juni über die Einleitung des Verfahrens.

Flächen im FNP umwandeln

Der Ort Belkenscheid ist im Flächennutzungsplan (FNP) als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt, liegt im Landschaftsschutzgebiet außerhalb des Wasserschutzgebiets. In einem Parallelverfahren soll eine Fläche für Tiny Houses ausgewiesen werden.

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