Lienenkämper will bei Umgehung helfen

Unterhalb des Lausebergs sah sich NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper an, wie die Umgehung an die B 54 angebunden werden soll. Dafür ist ein aufwändiges Bauwerk nötig, das über die Volme und unter der Bahn her führt.

KIERSPE ▪ NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper sagte der Stadt gestern Morgen bei dem Projekt der nördlichen Enlastungsstraße seine Unterstützung zu.

Außerdem lobte er ausdrücklich die Kreativität der Kommune, die dieses Vorhaben jetzt in Zusammenarbeit mit dem nordrhein-westfälischen Finanzministerium im Rahmen eines Pilotprojektes auch noch auf seine Tauglichkeit für eine PPP-Finanzierung, also als Public Private Partnership, untersuchen lässt. Dabei geht es darum, dass der Bau der Straße sowie auch deren Unterhaltung während des gesamten Straßenlebens von 25 bis 30 Jahren an ein Unternehmen vergeben wird, die Straße also privatisiert wird. Solche Projekte haben aus Sicht von Lienenkämper großen Reiz in Zeiten, in denen die öffentlichen Kassen leer sind. Außerdem ließen sich auf diesem Weg über das Gemeindefinanzierungsgesetz des Bundes hinaus noch zusätzliche Fördermöglichkeiten erschließen.

Auf einer Karte im Rathaus und dann auch im Rahmen eines Ortstermins unterhalb des Lausebergs ließ der Minister sich von Bürgermeister Frank Emde über das 12-Millionen-Vorhaben der Kommune informieren. Mit dabei war ebenfalls der städtische Planer Rainer Schürmann, Beigeordneter Olaf Stelse und Kämmerer Martin Gebhardt. Begleitet wurde Lienenkämper von dem heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Schulte. Seitens der Kiersper CDU-Fraktion waren Vorsitzender Jürgen Tofote, die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Luise Linde, Rönsahls Ortsbürgermeister Horst Becker und Stadtverbandsvorsitzender Peter Schrade zugegen.

Emde stellte die inzwischen schon zehnjährige Planungsphase für die von vielen Bürgern, besonders entlang von Friedrich-Ebert- und Kölner Straße, sehnlich erwartete Umgehung vor und kündigte an, dass die Stadt die beiden Bebauungspläne, die sich mit der Straße befassen, 2010 oder spätestens 2011 bis zum Baurecht führen wolle. Lienenkämper stellte in Aussicht, dass das Projekt danach in den konkreten Bedarfsplan eingeplant werde. Er unterstrich zudem, dass aufgrund der PPP-Variante das Verfahren beschleunigt werden könnte und machte den Menschen, die unter dem gerade in den letzten Jahren noch deutlich zugenommenen Verkehr leiden, sogar durchaus Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung der Maßnahme. Auch sein Besuch in Kierspe und sein damit bekundetes Interesse an dem Projekt lässt darauf schließen.

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