Letzter "Big Summer Break": Sicherheitsbestimmungen sind Grund

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Auch diese Besuchergruppe hatte ihren Spaß.

Kierspe - Sommer, Sonne, Party – auf Gut Haarbecke startete am Samstagabend der „Big Summer Break“, eine Mega-Party, die junge Erwachsene aus der gesamten Region anzog.

Erstmals musste die Altersgruppe U18 zuhause bleiben, aber alle über 18 kamen auf ihre Kosten. Einlass war ab 18 Uhr, kurz danach hatten die ersten bereits ihre Zelte aufgebaut. Viele kamen in größeren Gruppen, wie eine Männerrunde auf Junggesellenabschied. Große Bowletöpfe à la Ballermann waren zu sehen, eine Gruppe hatte ihr Shiaa-Equipment mitgebracht.

Musik gab es auf der großen Bühne und in der Partyscheune. Gleich mehrere DJs brachten die Fans mit Chart-Hits, 90er-Jahre-Liedern, Party-Klassikern und R&B-Songs, aber auch mit dem ein oder anderen Ballermann-Hit in Stimmung. Für alle, denen die Tanzfläche nicht reichte, hatte Veranstalter Christoph Steinke ein paar „Extrabonbons“ bereitgestellt. Ein Gladiatordome, umgangssprachlich „Hüpfburg für Erwachsene“, gehörte dazu und eine fortgeschrittene Version von „Hau den Lukas“.

Er wolle es „noch einmal krachen lassen“, sagte Steinke und versüßte damit die schlechte Nachricht: Seit 2012 veranstaltet er, teils allein, teils zusammen mit dem Kesselhaus in Wipperfürth die „Summer Breaks“, aber jetzt ist Schluss. Die Mega-Party am Wochenende war zugleich die letzte ihrer Art. „Die Veranstaltung stirbt.“

Als Grund nannte Steinke Sicherheitsbestimmungen, die nach den letzten Terroranschlägen extrem verschärft worden seien. „Das macht keinen Spaß mehr, das können wir nicht leisten.“

Dazu kam der schleppende Vorverkauf. Viele Jugendliche entscheiden sich offenbar zunehmend lieber spontan, ob sie sich auf den Weg nach Gut Haarbecke machen wollen. Für den Veranstalter bedeutet das Planungsunsicherheit. Vor drei Wochen habe er sogar überlegt, die Party abzusagen, so Steinke. Gut, dass er es nicht getan hat. Für die Zukunft müssen sich die Partygänger jedoch nach anderen Gelegenheiten umsehen.

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