Geschichte der Kirche mit dem Zwiebelturm

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Die Margarethenkirche wird in der Werkstatt Geschichte zum Thema.

Kierspe Ein letztes Mal in diesem Jahr gibt es die Werkstatt Geschichte und zwar am kommenden Mittwoch, 27. November. Dabei dreht sich diesmal alles um „Die Margarethenkirche“ – was liegt da näher, als den Veranstaltungsort vom Sitzungssaal des Rathauses ins Gotteshaus zu verlegen.

Dort wird Hans Ludwig Knau ab 19 Uhr über die Kirche mit dem Zwiebelturm berichten. Zu dem Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe von Volkshochschule (VHS) Volmetal und Heimatverein Kierspe gehört auch ein Text, der im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde zu finden ist:

„Es stand hieselbst eine Kirche aus alten Zeiten, deren Bau dem Schoße tiefer Vergangenheit anzugehören scheint, weil sich darüber gar keine Urkunden auffinden laßen. Diese war ganz von Steinen und der Thurm bis unter sein Dach 121 Fuß hoch. Im Inneren der Kirche befanden sich vier steinerne Kreuzgewölbe, welche auf vier Pfeilern ruheten. Diese Gebäude waren durch ihr Alter baufällig geworden, weshalb der Thurm im Jahre 1816 ganz abgebrochen wurde, von der Kirche aber wurde indeß nur das Dachwerk abgenommen, die bloßen Umfassungsmauern blieben nur stehen, denn auch das Innere wurde ganz weggeworfen. In diesem Jahr trat beständige nasse Witterung ein, welche das Fortschreiten des Baues ungemein hinderte und der Mißwuchs, mithin sehr schlechte Ernte, hatte eine Theuerung zur Folge, die in dem folgenden Jahre 1817 das Brod auf einen Preis von 40 stbr. (Stüber, früher eine Bezeichnung für Kleingroschenmünzen, Anmerkung der Redaktion) brachte. Dieses verursachte, daß der ganze Bau erst im Jahre 1820 vollendet werden konnte.“

Die Margarethenkirche in der heutigen Form hat bekanntlich in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag gefeiert, ist aber eigentlich viel älter. Um das Alter des Gotteshauses, ihre Geschichte, ihre Ausstattung früher und heute, aber auch um den Erbauer des neuen Turms (von 1816) geht es in dem Vortrag am kommenden Mittwoch in der Margarethenkirche. Wie immer gilt, der Eintritt zur Werkstatt Geschichte ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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